Unfallfolgen

A40-Sperrung und Bahn-Umleitungen: Was Pendler wissen müssen

Mülheim: Tanklaster-Brand auf der A40

In Mülheim-Styrum ist am Donnerstag ein Lkw in Brand geraten. Hohe Rauchsäulen sind bis Duisburg sichtbar.

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Mülheim/Duisburg.  Nach dem Brand auf der A40 sind die Autobahn und die Bahnstrecke gesperrt. Hier finden Pendler alle Informationen zu den Umleitungen.

  • Nach dem Brand eines Tanklasters auf der A40 bei Mülheim bleibt die Autobahn voraussichtlich bis zum 5. Oktober gesperrt. Eine Eisenbahnbrücke muss abgerissen, 3000qm Asphalt erneuert werden.
  • Der Bahnverkehr bleibt wohl über Monate eingeschränkt. Ab Montag, 28. September, soll es jedoch Erleichterungen für Pendler geben: Dann können wieder mehr Züge fahren
  • Der Fahrer des Tanklasters (41) war laut Polizei alkoholisiert. Er habe die Kontrolle über seinen Lkw verloren, geriet gegen die Betonabtrennung und kam unter der Brücke brennend zum Stehen.

Der Unfall eines Tanklastzuges auf der A40 in Mülheim-Styrum hat weitreichende Folgen: Die A40 ist für die Aufräum- und Bauarbeiten voraussichtlich noch bis 5. Oktober zwischen dem Kreuz Kaiserberg und Mülheim-Styrum in beide Richtungen gesperrt.

Die Bahnstrecke zwischen Duisburg und Essen, auf der das komplette Zugangebot von der S-Bahn bis zum ICE verkehrt, bleibt zunächst gesperrt. Voraussichtlich über Monate werde der Bahnverkehr „mindestens eingeschränkt“, heißt es seitens der Deutschen Bahn.

Eine der fünf Eisenbahnbrücken wurde bei dem Unfall so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden muss. Der Abriss läuft seit Montag (21. September), anschließend soll die kaputte Fahrbahn der A40 repariert, sprich: rund 3000 Quadratmeter Asphalt ausgetauscht werden.

Am Freitag (25. September) haben Deutsche Bahn und Straßen.NRW über den aktuellen Stand der Bauarbeiten und der Planung informiert. Alle wichtigen Infos für Pendler auf Schienen und Straßen hier im Überblick:

Busse statt Züge auf Strecke zwischen Essen und Duisburg

Züge zwischen Duisburg und Essen werden bislang durch Busse ersetzt. Das Ersatzverkehrskonzept, das wegen zuvor geplanter Bauarbeiten schon vor dem Brand bestand, soll zunächst bis 27. September fortgesetzt werden. Ab dem 28. September soll die Strecke zumindest in einer Richtung wieder mit Einschränkungen befahrbar sein.

Das sind die Änderungen bei der Bahn bis Sonntag, 27. September:

  • Der RE 1 fährt ab Duisburg weiter über Oberhausen und Essen-Altenessen und Herne Richtung Dortmund. Die Halte in Mülheim, Essen, Wattenscheid und Bochum entfallen.
  • Die Linien RE2, RE6, RE11 fallen zwischen Essen und Düsseldorf aus. Zwischen Duisburg und Essen Hbf ist ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
  • Bei der Linie RE42 fährt stündlich ein Zug mehr von Münster kommend über Gelsenkirchen, Essen-Altenessen und Oberhausen weiter nach Duisburg, Krefeld und Mönchengladbach – und zurück.
  • Die Linie RE49 (Wuppertal - Oberhausen) fällt zwischen Essen-Steele und Oberhausen aus. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Essen-Steele/Essen Hbf und Oberhausen ist eingerichtet.
  • Die S-Bahn-Linie S1 (Dortmund - Solingen) fällt zwischen Essen Hbf und Duisburg Hbf aus. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet.
  • Die S-Bahn-Linie S3 (Oberhausen - Hattingen) fällt zwischen Essen Hbf und Oberhausen Hbf aus. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet.
  • Alle Fernverkehrszüge werden zwischen Dortmund und Duisburg umgeleitet. Die Halte Bochum, Essen, Mülheim (Ruhr) Hbf fallen aus. Laut Bahn ist mit Verspätungen von etwa 15 Minuten zu rechnen
  • ICE-Züge der Verbindung Dortmund - Essen - Frankfurt - Nürnberg - München, die in Essen planmäßig beginnen und enden, fallen zwischen Essen und Düsseldorf aus.
Mehr Infos der DB

Dies ist die Planung der Bahn ab Montag, 28. September:

  • Der Fernverkehr Richtung Dortmund läuft wieder auf dem Regelweg. Macht eine Fahrzeitverkürzung von etwa 15 Minuten.
  • Dies betrifft auch die Regionalzüge RE1 (RRX) (abellio; Aachen – Hamm) und die Züge des RE 42 (DB Regio, Mönchengladbach – Münster) in Richtung Dortmund. Sie fahren nun wieder ohne Umleitung zwischen Duisburg und Dortmund. Die Bahnhöfe in Mülheim, Essen, Wattenscheid und Bochum werden wieder angefahren
  • In der Gegenrichtung, also von Dortmund Richtung Duisburg, fahren die Züge beider Linien allerdings weiter die bekannte Umleitung über Oberhausen, Essen-Altenessen und Gelsenkirchen.
  • Im Fernverkehr werden die Städte Essen und Bochum wieder angebunden in Fahrtrichtung Dortmund. Die meisten Züge aus Köln können auf ihrem ursprünglichen Fahrweg verkehren.
  • Die S3 (abellio, Hattingen Mitte - Oberhausen) endet nicht wie bislang in Essen HBF sondern fährt weiter nach Mülheim-Styrum.
  • Der Thalys soll ab 5. Oktober wieder fahren.

Autofahrer sollen großräumige Umleitungen fahren

Der Landesbetrieb Straßen.NRW empfiehlt, die Sperrung „weiträumig zu umfahren“, und nennt in dem Zusammenhang sogar die sehr weit nördlich liegende Autobahn 2. Sie können auch einen weiten Bogen um die Sperrung schlagen, wenn sie über die Autobahnen 42 und 59 oder 3 und 52 fahren. Fernfahrer werden noch weiträumiger informiert, Anzeigetafeln zeigen schon am Westhofener Kreuz im Kreis Unna die Sperrung an.

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