Die Stadt Mülheim hat die Zahl der Kinder, die nach den Sommerferien bereits mit fünf Jahren eingeschult werden, korrigiert: Es sind 207 Mädchen und Jungen. Damit ist sogar jedes siebte I-Dötzchen von der Landesregelung betroffen, nach der alle, die vor dem 30. September 2020 sechs Jahre alt werden, bereits ab August 2020 – also mit fünf Jahren – schulpflichtig sind.

Stadt nannte zunächst nur 26 Kinder - ein Missverständnis

Aufgrund eines Missverständnisses hatte die Stadt zunächst 26 Kinder angegeben, also nur zwei Prozent von 1520. Anlass war der Bericht über eine Mülheimer Mutter, die eine Petition im Land NRW gegen die Einschulung mit fünf Jahren unterstützt. Bei der von der Stadt ursprünglich angegebenen Zahl von 26 handelt es sich jedoch nur um solche Kinder, die auf Antrag der Eltern frühzeitig eingeschult werden.

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Inzwischen hat auch die ehemalige NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) zur Petition Stellung bezogen: „Aus unserer Sicht stehen die Kinder im Mittelpunkt – unabhängig von Stichtagen. Diese dienen nur der Orientierung. Eltern sollten zusammen mit den Kitas und Kinderärzten beraten und dann gemeinsam entscheiden, wie es für das Kind weitergeht.“ Die Entscheidung müsse individuell und im Hinblick auf das Kind getroffen werden.

Ex-Ministerpräsidentin plädiert für individuelle Entscheidung

Kraft – die von 2010 bis 2017 Ministerpräsidentin des Landes war – sieht jedoch den Ball im Feld der CDU und FDP: „Wir befinden uns in der Opposition, so dass wir aufgrund fehlender Mehrheiten im Landtag keine Möglichkeit haben, hier eine Änderung herbeizuführen.“