Zum ersten Mal in der Geschichte ihrer Partei sind die SPD-Mitglieder gefragt worden, wer ihre Partei in Zukunft als Vorsitzender führen soll. In der durch interne Querelen infolge der OB-Affäre zerrissenen Partei war das Ergebnis mit Spannung erwartet worden. Schließlich galten die zwei Bewerber als Vertreter je eines der zerstrittenen Lager.

All dies aber spielte bei der öffentlichen Auszählung und Verkündung des Ergebnisses der Mitgliederbefragung am Freitagabend im „Haus Bürgergarten“ höchstens in den Hinterköpfen einiger Genossen eine Rolle: Wahlsieger Rodion Bakum und seine Gegenkandidatin Sina Breitenbruch-Tiedtke bescheinigten sich gegenseitig einen fairen Umgang miteinander, einen fairen Wettstreit der Ideen, um die SPD in die Kommunalwahl 2020 zu führen.