Zahlreiche Bilder hängen im Mülheimer Kunst- und Geschichtsladen (Oberstraße 27) an der Wand. Manche von ihnen sind klein, manche sind groß. Die Motive reichen von Menschen, über Tiere bis hin zu Fantasiewesen. Aber eins haben alle Bilder gemeinsam: Sie sind bunt und erinnern an die weltberühmten PopArt-Bilder von Roy Lichtenstein.

Jörg Volmerigs Ausstellung mit den bunten Bildern trägt den Titel „Bilder mit Links - PopArt-Bilder à la Roy Lichtenstein“. Die Assoziation zu dem PopArt-Künstler Lichtenstein ist also kein Zufall, sondern durchaus gewollt. Und doch sind die Werke von Jörg Volmerig keine Kopien, sondern etwas ganz Eigenes. Die Motive sind meist sehr dynamisch und bilden Surreales ab. Die menschlichen Motive sind durch eine gewisse Ähnlichkeit verbunden. Sie wirken geheimnissvoll und unnahbar. Im Gegensatz zu Lichtensteins Werken wirken die Menschen nicht perfekt proportioniert und extrem schön. Vielmehr wirken sie wie Wesen, hinter denen eine Geschichte steckt, die nur sie selbst kennen. Und vielleicht der Künstler, der die Wesen auf der Leinwand zum Leben erweckt hat.

Eine bewegte Lebensgeschichte

Das Erstaunliche an den Bildern aus Volmerigs aktueller Ausstellung mag vielleicht der Fakt sein, dass sie sich alle unterscheiden und doch auf eine gewisse Weise ähneln — wie mit einer unsichtbaren Signatur versehen. Besonders macht sie jedenfalls die persönliche Geschichte des Künstlers selbst. Wie der Ausstellungstitel verrät, malt Jörg Volmerig seine Bilder mit links. Im wahrsten Sinne des Wortes. Er ist aber kein geborener Linkshänder. Volmerig erlitt 2003 einen Schlaganfall und musste sämtliche Fähigkeiten neu erlernen: Laufen, Sprechen und die Kontrolle über seinen Körper. Gemalt hat er auch schon vor dem Schlaganfall, als Konditormeister fehlte es ihm nicht an Kreativität und künstlerischem Händchen. Doch mit der damaligen Erkrankung bekam die Malerei einen neuen, viel höheren Stellenwert in seinem Leben.

Die Ausstellung ist dienstags bis donnerstags von 16.30 bis 18.30 Uhr für Besucher geöffnet.