3D-Animation

18-jähriger Schüler dreht Videofilm für die Nasa

Der Mülheimer Schüler Louis Reusch zeigt auf die NASA-Internetseite. Er hat den kürzlich den NASA Freelancer-Preis für seinen 3-D-Animationsfilm gewonnen.

Der Mülheimer Schüler Louis Reusch zeigt auf die NASA-Internetseite. Er hat den kürzlich den NASA Freelancer-Preis für seinen 3-D-Animationsfilm gewonnen.

Foto: Udo Gottschalk

Mülheim.   Der Mülheimer Schüler Louis Reusch hat kürzlich mit seinem 3-D-Animationsfilm einen Wettbewerb der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa gewonnen.

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Auf dem Monitor ist ein Astronaut beim Weltraumspaziergang zu sehen. „Stell dir vor, du bist in einem Raumschiff“, sagt im besten Englisch eine Stimme mit typisch amerikanischem Akzent. So beginnt der Animationsfilm, mit dem der Mülheimer Schüler Louis Reusch kürzlich einen Wettbewerb der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA gewonnen hat.

Preisgeld soll in das Equipment fließen

Rund 70 Stunden Arbeit hat der 18-jährige Gymnasiast in das drei Minuten lange Video investiert, um schließlich als Belohnung 2200 Euro erhalten zu dürfen. In der letzten Nacht vor dem Abgabetermin war er so erschöpft, dass seine Mutter ihn sogar wachhalten musste. Angefangen hatte alles mit einer vermeintlichen Spammail: „Normalerweise öffne ich sowas ja nicht. Aber wenn da NASA im Titel steht, dann doch“, erzählt Louis. Raumfahrt interessiere ihn nämlich schon seit langem. Und die in der Mail gestellte Aufgabe, einen ­3-D-Animationsfilm über einen neu entwickelten Scanner für die Weltraumstation ISS zu produzieren, passte hervorragend zu seinen Fähigkeiten. „Seit vier Jahren beschäftige ich mich ja mit der Herstellung solcher Filme, auch für Werbeagenturen“, sagt Louis.

Ein Storyboard, eine Art Drehbuch, war vorgegeben

Von der NASA vorgegeben war ein Storyboard, eine Art Drehbuch. Für die Visualisierung dieses Entwurfs konnte Louis aber seiner Kreativität freien Lauf lassen. Ihm liegt viel daran vor allem den künstlerischen Aspekt seiner Arbeit hervorzuheben: „Auch wenn alles am Computer gemacht wurde, ist es im Grunde genommen wie Malerei.“ Zur Einsprechung des begleitenden Textes besorgte er sich einen echten amerikanischer Sprecher, den er via Internet anheuerte. „Der kostete zwar 40 Dollar, aber das war es mir wert“, sagt Louis zufrieden mit einem Lächeln.

Wer sich vorstellt, der Achtzehnjährige sei ein Nerd, der nur vor dem Computer hockt, liegt völlig falsch: „Bei der Arbeit für den Wettbewerb habe ich gemerkt, dass ich gar nicht so gerne vor dem Computer sitze.“ Zur Entspannung nutzt er deshalb häufig seine stets griffbereit stehende Gitarre. Oder er schaltet beim Sportklettern in der Halle ab. Das gewonnene Geld will er in neues Equipment umsetzen. „Ich möchte mir gerne meine eigene Firma aufbauen“, wünscht sich Louis für die Zukunft.

Nach dem Abi will er Bildregie studieren

Nach dem Abitur, das im kommenden Jahr ansteht, will er Bildregie oder Kommunikationsdesign studieren. Und davor womöglich noch ein einjähriges Praktikum in einem großen Filmstudio absolvieren – am liebsten in den USA.

Das Video von Louis Reusch ist zu sehen auf seiner Homepage: www.quelexproductions.com

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