Gastronomie

Magazin „Feinschmecker“ zeichnet Herner Restaurant aus

Jan Hendrik van Dillen, Koch Suvad Memovic und Veranstaltungsleiterin Nadine Wielk (v.l.) präsentieren die Urkunde des  „Feinschmecker“.

Jan Hendrik van Dillen, Koch Suvad Memovic und Veranstaltungsleiterin Nadine Wielk (v.l.) präsentieren die Urkunde des „Feinschmecker“.

Foto: Rainer Raffalski

Herne.   Das Magazin „Der Feinschmecker“ hat die „Gute Stube“ in Herne ausgezeichnet. Wie es dazu kam, und warum das Parkrestaurant einen neuen Namen hat.

Wenn es um Sterne am kulinarischen Himmel geht, dann war Herne in der Vergangenheit ein schwarzes Loch – Auszeichnungen dieser Güte wurden für Restaurants in der Stadt nicht vergeben. Doch in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Der Feinschmecker“ ist Herne erstmals vertreten: mit der „Guten Stube“, bislang bekannt als Parkrestaurant (zur Namensänderung später mehr).

Der Tester hat der „Guten Stube“ zweieinhalb von fünf möglichen „F“ verliehen. Andere Restaurants in dieser Kategorie verfügen über einen Stern. Der Tester spricht von kulinarischer Aufbruchstimmung in Herne und bescheinigt Chefkoch Suvad Memovic, dass es „großartig“ aufkoche.

Aus Park’s wird das Stübchen

Dass die Freude im Haus über die Bewertung groß ist, versteht sich. Für Suvad Memovic kommt sie deshalb überraschend, weil er erst vier Monate zuvor die Regie in der Küche übernommen hat. Es sei aber eine Bestätigung für die Arbeit des gesamten Teams. Wenn man weiß, dass Memovic zuvor bei einem der besten Köche Deutschlands gearbeitet hat, kommt das Lob vom „Feinschmecker“ doch nicht ganz so überraschend.

Für Pächter Jan Hendrik van Dillen ist es eine Bestätigung, dass die Richtung, die er eingeschlagen hat, stimmt. Wobei er betont, dass die Preise stabil geblieben seien, „wir haben nur mehr Leistung in den Preis gesteckt“. Schon jetzt stelle er fest, dass die „Gute Stube“ verlorene Herner Gäste zurückgewonnen habe.

Pächter: Haus insgesamt hat ein Markenproblem

Was zu der Frage führt, warum das Parkrestaurant einen neuen Namen bekommen hat. Er habe festgestellt, dass das Haus insgesamt ein Markenproblem habe. Oben das Parkrestaurant, unten das Park’s, teilweise mit identischen Gerichten auf den Karten, aber mit unterschiedlichen Öffnungszeiten. Zwei gutbürgerliche Lokale in einem Haus, das funktioniere nicht, so van Dillen.

Die Suche nach einem neuen Namen habe ihn lange beschäftigt, und da das Parkrestaurant immer als „gute Stube“ Hernes bezeichnet worden sei, ist dies nun der offizielle Name. Passend dazu hat sich das Park’s in das Stübchen verwandelt - und das auch optisch. Die Einrichtung wird geprägt von Materialien wie Holz, Stein – und Moos. Zielgruppe seien Hotelgäste, die nicht jeden Tag in einer gehobenen Gastronomie essen möchten, deshalb liste die Karte des Stübchens auch die bewährten und bekannten Klassiker auf. Und geöffnet sei das Stübchen ab Oktober durchgehend ab 17 Uhr, samstags sogar ab 15 Uhr, in Zukunft sollen auch Fans der Fußball-Bundesliga auf ihre Kosten kommen.

Ab 2018 soll es Trauungen geben

Im kommenden Jahr wird es eine weitere Neuerung geben: Restaurant und Hotel sind bestens bekannt als Ort für Hochzeitsfeiern, ab 2018 können sich Paare dort auch trauen lassen.

>> WEITERE INFORMATIONEN: der Hotelumbau

Der Umbau des Hotels liege im Zeitplan, so Jan Hendrik van Dillen. Da die Arbeiten jedoch vier bis fünf Wochen später als geplant begonnen hätten, verschiebe sich auch die Neueröffnung. Geplant ist sie nun für den 1. Februar 2018.
Die städtische Tochter TGG investiert rund 2,3 Millionen Euro in den Umbau des Hotels, das später einen Vier-Sterne-Standard haben soll.
Es wird 70 Zimmer geben, zusätzlich Suiten.

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