Der 37. Hungermarsch startet am Sonntag, 9. Dezember, ab 11 Uhr an der St.-Georgs-Kirche. Der Erlös ist bestimmt für den Bau von Regenrückhaltebecken in Burkina Faso. „Das Projekt haben die Schüler ausgewählt. Ich denke, dass ein Grund war, dass dort Christen und Muslime so gut zusammenarbeiten seit 1969“, so Pfarrer Frank Bottenberg. Der Hungermarsch ist eine Veranstaltung der Aktion 100.000.
Das Misereor-Projekt hilft in dem westafrikanischen Staat am Rande der Sahelzone Menschen, die „der Klimawandel besonders trifft. Die Regenfälle werden unkalkulierbarer, die Dürrephasen länger. Und dabei verursachen sie den Wandel gar nicht“, sagt Frank Bottenberg. Durch die Rückhaltebecken können die Menschen nicht nur wie sonst in der Regenzeit Hirse anbauen, sondern inzwischen auch in der Trockenperiode Gemüse. „Das würde in der Regenzeit nicht angepflanzt werden können“, sagt Johannes Schaaf (63) von Misereor. Zwar ist Misereor ein katholisches Hilfswerk, doch gibt es, betont Schaaf, „keinen missionarischen Auftrag“. Er war aus Aachen angereist, um das Projekt für Interessierte darzustellen und in Schulen die Situation der Menschen vor Ort vor Augen zu führen. Und sagt: „Seit dort dank der Regenrückhaltebecken Möhren angebaut werden können, gibt es viel weniger Sehprobleme bei Kindern.“

Wer am Solidaritätsmarsch teilnehmen möchte, bittet Verwandte, Freunde, Bekannte oder Arbeitskollegen, für jeden Kilometer (maximal 20) einen Geldbetrag zu zahlen.
Bis zum 7. Dezember werden an Schulen und Kindertages-Einrichtungen Aktionsbrote verkauft. Spenden werden auch beim Benefizkonzert des Gymnasiums Waldstraße am Dienstag, 11. Dezember, 19.30 Uhr, in der St.-Georgs-Kirche und beim Eintopf-Essen am Sonntag, 16. Dezember, gesammelt. Nach dem letzten Sonntagvormittags-Gottesdienst wird Eintopf in der Turnhalle „Haus Theresia“ Bredenscheid und im Pfarrheim Heilig Geist in Winz-Baak ausgegeben.


