Sich in einem neuen Land zurechtzufinden – das ist in der Regel kein leichtes Unterfangen. Wenn dann noch die fremde Sprache als zusätzliche Barriere hinzukommt, wird‘s besonders schwer. Allen zugewanderten Menschen den Neuanfang erleichtern, das soll mit der neuen Integreat-App ermöglicht werden. Seit Dienstag ist sie im Kreis Recklinghausen und somit natürlich auch in Gladbeck am Start. In neun Sprachen, weitere werden noch hinzukommen, bietet sich den Nutzerinnen und Nutzern alles Wissenswerte über die neue Heimat. Der Kreis Recklinghausen ist übrigens die 100. Kommune, in der die App jetzt freigeschaltet wurde.

Alle Angebote in Gladbeck auf einen Blick

Ämter und Behörden, Beratung und Hillfe, die Deutsche Sprache, Familien, Kita und Schule, Ausbildung, Studium und Arbeit sowie Gesundheit und Alltag: Schon die neun Kacheln auf dem Stadtbildschirm der Integreat-App machen deutlich: Hier stehen ganz viele Informationen in allen wichtigen Bereichen des Lebens zur Verfügung. Ein Klick auf den Städte-Button, und man kann das Angebot in Gladbeck abrufen.

Die Informationen dafür wurden von den Ämtern und Stellen im Rathaus zusammengetragen, die mit Integration zu tun haben, wie dem Amt für Migration und Zusammenleben und dem kommunalen Integrationsmanegement. Und das in Zusammenarbeit mit den Trägern und Institutionen, die ebenfalls mit der Thematik beschäftigt sind. Anja Venhoff, Abteilungsleiterin Zusammenleben, nennt zwei Punkte, die ihr bei diesem neuen, digitalen Angebot besonders wichtig erscheinen: „Es handelt sich auf jeden Fall immer um verlässliche Angaben, die noch dazu auch regelmäßig aktualisiert werden!“ Ein weiterer Vorteil: Die Inhalte kann man sich zudem auch in allen Sprachen vorlesen lassen. Und auch für alle Beraterinnen und Berater in den zuständigen Ämtern und Behörden stelle die App darüber hinaus eine gute Hilfe dar, so Venhoff.

Die App hilft einfach allen Menschen, die zu uns kommen
Rainer Weichelt - Sozialdezernent

Viel Vorarbeit sei notwendig gewesen, um die App mit der Masse an Informationen zu bestücken. Das Ergebnis könne sich nun aber sehen lassen, sagt Sozialdezernent Rainer Weichelt. „Die App hilft einfach allen Menschen, die zu uns kommen.“ Genauso sieht das auch Tarik Akin. Der Vorsitzende des Gladbecker Integrationsausschusses hofft nun, dass die Nachricht von der Integreat-App sich möglichst rasch verbreitet. Dabei setzt er auch auf die Mitglieder des Fachausschusses. Für ihn ist die App auf jeden Fall eine große Hilfe für alle Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte.

>> Die App ist kostenlos und funktioniert auf Android- und Apple-Geräten. Sie kann in den gängigen App-Stores und auch über die Webseite integreat-app.de aufgerufen werden. Alle Informationen, die die App bietet, werden kontinuierlich aktualisiert. Zur Erweiterung der Angebote in Gladbeck können sich interessierte Träger per Mail an integreat@-stadt-gladbeck.de wenden.