Arbeitsmarkt

Rotthauser schätzen ihr neues und innovatives Quartiersbüro

SPD-MdB Markus Töns (v.l.) SPD-MdL Sebastian Watermeier, Klaus Koschei (Rotthauser Netzwerk), Andreas Weilein (Stadtplanung) und IAG-Chef Dirk Sußmann im Rotthauser Quartiersbüro. 

SPD-MdB Markus Töns (v.l.) SPD-MdL Sebastian Watermeier, Klaus Koschei (Rotthauser Netzwerk), Andreas Weilein (Stadtplanung) und IAG-Chef Dirk Sußmann im Rotthauser Quartiersbüro. 

Foto: Olaf Ziegler

Gelsenkirchen-Rotthausen.   Anlaufstelle an der Karl-Meyer-Straße bewährt sich in der Testphase. Hilfe auf Augenhöhe kommt an, mehr als ein Dutzend Bürger sind in neuen Jobs.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das Angebot ist einzigartig, eines der kurzen (Dienst-)Wege und deshalb ganz und gar nicht mit Schwellenängsten behaftet wie Ämter und Behörden: Wer Hilfe sucht in Rotthausen, der ist im Quartiersbüro an der Karl-Meyer-Straße 23 richtig.

Das Büro inmitten von Quartier und Einkaufsmeile, und von Jobcenter und Rotthauser Netzwerk gemeinsam aus der Taufe gehoben, ist auch ein Erfolgsmodell. Gestartet im März, um zunächst auf Tuchfühlung mit den Menschen zu gehen, ziehen IAG-Chef Dirk Sußmann und Netzwerk-Vorsitzender Klaus Koschei nach der sechsmonatigen Testphase ein positives Fazit: „Die Hütte ist immer voll.“

Was vor allem an der Bürgernähe liegt, die die Mitarbeiter von Jobcenter, Netzwerk sowie die der Kooperationspartner Stadt und Rotthauser Post ausstrahlen. Auf den Punkt gebracht: „Ein Wir-sind-nicht-zuständig gibt es hier nicht.“

Geht nicht gibt es nicht

Längst hat sich damit auch das Angebotsspektrum erweitert: Stellenangebote aus Rotthausen und Umgebung zum Mitnehmen, Vermittlung von Mini-Jobs, Teilzeit- und Vollbeschäftigung oder Weichenstellung für Ausbildung und Qualifikation sind nur ein kleiner Teil dessen, was das Rotthauser Team zu leisten vermag. Die enge Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft (GGW, GFW) erleichtert beispielsweise die Suche nach den eigenen vier Wänden, beispielsweise für Alleinerziehende. Senioren finden leichter und unbürokratisch einen Zugang zur Altenpflege. Und steht ein Geschäft leer, so hilft das nunmehr weiter verzweigte Büro-Netzwerk, Nachfolger für die Lücke zu interessieren.

Ab September tritt das Büro in die zweite Phase, zählbare Erfolge sind das Ziel des auf zwei Jahre ausgelegten Testzeitraumes. 20 Familien aus Rotthausen mit weniger als 200 Euro aus SGB II-Leistungen sollen aus der Abhängigkeit staatlicher Hilfe geholt und befähigt werden, wieder ein eigenständiges Erwerbsleben zu führen, stadtweit 400 (gerne mehr, da ist sich die hiesige Politik einig) über den sozialen Arbeitsmarkt.

Ausbildung und Anstellung für Flanschmonteure

Dass das Quartierbüro mit seinem Ansatz, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen, dafür gute Karten hat, zeichnet sich ab. Zehn neue Flanschmonteure haben über diese Anlaufstelle eine Ausbildung und ganz frisch „jetzt auch einen neuen Job bekommen“, wie Thorsten Kempowski freudig verkündet.

Vier Schweißer drücken über Fortbildungen gerade die Schulbank und so viel ist bereits jetzt auch schon klar – auch sie stehen danach wieder fest in Lohn und Brot. Gute Nachrichten.

Fortbildung und Förderung

In Rotthausen sind 3300 Menschen auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen. Mit dem SGB II stehen dem Jobcenter eine Reihe von Maßnahmen – Leistungen zur beruflichen Wiedereingliederung und Fortbildung, Förderung von Arbeitsverhältnissen, ausbildungsbegleitende Hilfen – zur Verfügung.

Geöffnet ist das Quartiersbüro montags bis donnerstags von 9 bis 12.30 und von 13.30 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben