In einer neuen Modellrechnung, in der auch ausgegliederte Aufgabenbereiche der Kommunen berücksichtigt wurden, hat das Statistische Landesamt (IT.NRW) aktuell die Verschuldung der NRW-Kommunen berechnet. Landesweit kommen die Statistiker für Ende 2021 damit auf eine Verschuldung in Höhe von 82,5 Milliarden Euro. Das seien der Rechnung zufolge 405 Millionen Euro (0,5 Prozent) weniger als im Vorjahr. Bezogen auf die Bevölkerung des Landes ergibt sich daraus eine Verschuldung von 4611 Euro pro Einwohnerinnen und Einwohner.
Gelsenkirchen liegt unter dem Schuldenstand von Essen und Duisburg
Ermittelt wurde unter anderem die Pro-Kopf-Verschuldung aller kreisfreien Städte im Land. Mülheim an der Ruhr hatte Ende 2021 mit 11.986 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung. Oberhausen landet mit 10.156 Euro auf Platz zwei und Herne mit 8781 Euro auf Platz drei. Und Gelsenkirchen? Rein rechnerisch hatte jeder der 259.251 Einwohner zum Jahresende 6359 Euro Schulden (-6,4 Prozent).
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Die Stadt liegt damit unter dem Niveau von Essen (6857 Euro, -0,4 Prozent) und Duisburg (6964 Euro, -1 Prozent). Die niedrigsten Schulden je Einwohner wiesen bei den kreisfreien Städten Düsseldorf (2920 Euro), Hamm (3137 Euro) und Bottrop (3435 Euro) auf.
Die Verschuldung in Issum: Nur 36 Euro pro Einwohner
Laut IT NRW wurde bei der Berechnung „eine erweiterte Definition kommunaler Schulden“ zugrunde gelegt: Einberechnet wurden demnach die Schulden der kommunalen Kernhaushalte und anteilmäßig die Schulden der öffentlichen Unternehmen, an denen die Gemeinden mittelbar oder unmittelbar beteiligt sind. Dazu zählten etwa Eigenbetriebe, Zweckverbände und öffentliche Unternehmen in privater Rechtsform. Bestens in NRW steht übrigens – als Gemeinde des Kreises Kleve – Issum am Niederrhein da: Die Pro-Kopf-Verschuldung für die 12.101 Issumer gibt IT NRW mit 36 Euro an.
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Mit großem Abstand steht das Land Nordrhein-Westfalen Ende des zweiten Quartals 2022 an der Spitze des Rankings der Bundesländer mit der höchsten Verschuldung. Das Bundesland wies laut „Wirtschaftswoche“ nach dem zweiten Quartal 2022 190,9 Milliarden Euro an Krediten und anderen offenen Verbindlichkeiten aus. NRW hat aktuell 120 Milliarden Euro mehr Schulden als das ebenfalls einwohnerstarke Bayern.


