Ed Sheeran

Kommt das Ed-Sheeran-Konzert jetzt nach Gelsenkirchen?

Spielt Ed Sheeran in Düsseldorf oder in Gelsenkirchen oder überhaupt noch in NRW?

Spielt Ed Sheeran in Düsseldorf oder in Gelsenkirchen oder überhaupt noch in NRW?

Gelsenkirchen.  Das Konzert von Ed Sheeran sollte ursprünglich am Flughafen Essen/Mülheim stattfinden, dann in Düsseldorf, jetzt kommt Gelsenkirchen ins Spiel.

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Es ist eine dieser skurrilen Geschichten, die mittlerweile jeder kennt und für die alle nur noch ein Kopfschütteln übrig haben. Das Konzert des britischen Popstars Ed Sheeran, für das binnen weniger Stunden 80 000 Tickets verkauft wurden, hat noch immer keine Heimat.

Entscheidung in Düsseldorf am 27. Juni

Und während der ursprüngliche Austragungsort, der Flughafen Essen/Mülheim (Hindernis: seltene Vögel und mögliche Bombenlasten), gänzlich vom Tisch ist, und sich die Ratsmehrheit in Düsseldorf nun auch als Ersatzort verschließt (die Entscheidung wurde auf den 27. Juni verschoben), bringt sich nun Gelsenkirchen ins Spiel ein.

Denn: Nachdem sich für das Mülheimer Flugfeld die Absage abzeichnete, schaute sich der Veranstalter im Oktober 2017 den Gelsentrab-Park an, bewertete mit einem Architekten und einem Brandschutzexperten die Lage. Das Gelände, an der Stadtgrenze zwischen Gelsenkirchen und Essen, so das Ergebnis, sei für ein Konzert mit 80 000 Besuchern sehr wohl geeignet.

„Von der Fläche her wären wir in der Lage, das zu stemmen“, sagt Rennbahnmanager Markus Seidl rund fünf Wochen vor dem Konzert. „Wir würden uns natürlich freuen und für die Stadt wäre es toll. Aber sportlich wäre es natürlich allemal.“ Am 22. Juli könnte Ed-Sheeran theoretisch in Gelsenkirchen auf der Bühne stehen.

Tatsächlich hat es bisher noch keine Veranstaltung in dieser Größenordnung auf der Trabrennbahn oder dem angrenzenden Revierpark Nienhausen gegeben. Kapazität und Fluchtmöglichkeiten im Ernstfall seien ausreichend. Allerdings soll das Verkehrskonzept bemängelt worden sein. Die An- und Abreise der Konzertgäste sei eine logistische Herausforderung, vielleicht lösbar mit Shuttle-´Verkehren zu Parkplätzen an der Schalke-Arena oder in Essen.

Dennoch ist die Stadtverwaltung offenbar nicht gänzlich abgeneigt. „Offiziell“, sagt Gelsenkirchens Stadtsprecher Martin Schulmann, habe der Veranstalter bislang weder angefragt noch „irgendetwas zur Prüfung vorgelegt“. Die bisherige Bewertung durch die Agentur wertet er „als Gedankenskizze. Da hat keiner geprüft, ob das wirklich so geht.“

Bürokratie ein Problem für Gelsenkirchen

Selbst wenn die Infrastruktur als passend bewertet wird, dann stünde dem Veranstalter noch ein anderes Problem bevor: die Bürokratie. "Ein komplettes genehmigungsfähiges Verfahren für eine Veranstaltung dieser Dimension in vier Wochen durchzuziehen, ist mehr als sportlich”, erklärt Gelsenkirchens Stadtsprecher Schulmann.

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