Musik

Im Kunstmuseum erklang ein besonderes Konzert

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Se

Gelsenkirchen.  Die beliebte Reihe setzte der Pianist Karsten Scholz fort, es moderierte Hans-Jörg Loskill.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Enttäuschte Liebe, Gewitter, Sturm, Wut, Freude und Melancholie beschwört Beethovens Sonate Nr. 18 Es -Dur op. Nr. 3 herauf, ist ein taufrisches, aktuelles Werk – mit dieser Interpretation stimmte Moderator Hans-Jörg Loskill das Publikum beim besonderen Konzert im Kunstmuseum ein. Es war nicht zu viel versprochen: Karsten Scholz am Klavier wusste die rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörer zu begeistern.

Für den Künstler war es ein Wiedersehen mit der alten Heimat: Vor 20 Jahren hat Scholz, Jahrgang 1969, Buer verlassen. Mittlerweile lebt er in der Nähe von Wolfenbüttel. Ein Meister seines Fachs, zu dem auch das Dirigieren gehört. Im Kunstmuseum gab er der Beethoven-Sonate Tempo, Kraft und Leidenschaft. Diese Brillanz wurde mit heftigem Applaus belohnt. Alle 32 Klavier-Sonaten von Ludwig van Beethoven hat Karsten Scholz bereits eingespielt.

Eine gehaltvolle musikalische Unterhaltung

Dass er Johannes Brahms verehrt und dessen Werke beherrscht, bewies er durch seine ebenso elegante wie gefühlvolle Präsentation der vier Balladen op. 10. Scholz hat sich intensiv mit Brahms’ Klavierkompositionen beschäftigt. Er gewann in Hamburg das Brahms-Festival. In jungen Jahren war er als Kirchenmusiker in Gelsenkirchen aktiv. Nach seinem Studium arbeitete er viele Jahre als Theaterdirigent in Köln und Bielefeld. Ein Job, der alles fordere, wie Scholz beim Pausen-Talk verriet: „Da wohnt man praktisch im Theater, kommt nicht heraus.“ Also orientierte er sich um, gibt Klavierkonzerte und widmet sich der Kammermusik. Als Dozent und Musikpädagoge ist Scholz zusätzlich tätig.

Doch das Klavier im Kunstmuseum kennt er gut. Loskill: „Karsten Scholz war nicht der erste, aber immerhin der dritte, der hier bei einer Matinée aufgetreten ist.“ Schmunzelnd erinnerte sich der Organisator daran, dass Scholz am Klavier damals einiges auszusetzen hatte. „Heute bestimmt nicht mehr, es ist alles in Ordnung.“

Mit der „Wandererfantasie“ von Franz Schubert endete die gehaltvolle musikalische Unterhaltung.

Der Eintritt zu diesem Konzert war wieder frei. Dank des Kunstmuseums als Gastgeber und der Volksbank Ruhr-Mitte als Sponsor kann die Reihe durchgeführt werden. Am 9. Oktober ist bei der Sonntags-Matinée Harfenistin Ulla van Daelen aus Köln in Buer live zu erleben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben