Kommentar

Hiobsbotschaft für die Gelsenkirchener SPD

WAZ-Redakteurin Sibylle Raudies  

WAZ-Redakteurin Sibylle Raudies  

Für die Gelsenkirchener Sozialdemokraten ist Frank Baranowskis Rückzug eine Hiobsbotschaft. Ein Kommentar von Sibylle Raudies

Für die SPD in Gelsenkirchen ist es eine Hiobsbotschaft, was Frank Baranowski am Montag verkündet hat. Der erfahrene Oberbürgermeister war stets ein politisches Schwergewicht, das die Interessen seiner Heimatstadt und der Ruhrgebietskommunen engagiert in Bund und Land vertrat. Und einer, der bis zuletzt für Wahlen mit hohen Prozenten gut war. Einen Nachfolger zu finden, der in seine großen Fußstapfen passt, wird nicht leicht.

Ob der 57-Jährige wirklich noch nicht weiß, wohin sein Weg nach dem Oktober 2020 führen soll, fällt schwer zu glauben. Auch in der Landes-SPD gibt es Bedarf an klugen Köpfen, mit denen sich Wahlen gewinnen lassen. Bisher hat Baranowski alle Angebote von außen mit Verweis auf die Erfüllung des Wählerauftrags als Oberbürgermeister abgelehnt. Dieses Argument gibt es dann nicht mehr. Ob er einen solchen Schritt ins Ungewisse wagt, ist allerdings die andere Frage.

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