Menschen und Technik

Gelsenkirchener Schulen bringen Roboter auf die Rennstrecke

Jonas (14) lässt seinen selbstgebauten Roboter in der Aula der Evangelischen Gesamtschule in Gelsenkirchen laufen.

Jonas (14) lässt seinen selbstgebauten Roboter in der Aula der Evangelischen Gesamtschule in Gelsenkirchen laufen.

Foto: Michael Korte

Gelsenkirchen.   Im Rahmen des MINT-Forums an der EGG gab es einen Robotik-Wettkampf.Die Schüler sollen Spaß und Begeisterung für technische Fächer entwickeln.

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Langstreckenlauf, Weitwurf und Hin- und Herlauf: Diese drei sportlichen Disziplinen waren am Donnerstag in der Evangelischen Gesamtschule Gelsenkirchen (EGG) in Bismarck gefragt. Ausgeführt wurden die Sportarten allerdings nicht von Menschen, sondern von kleinen Robotern. Diese bewegten sich bei dem Wettkampf auf bedruckten Planen, die zum Beispiel eine Rennstrecke simulierten.

Sieben Schulen beim Wettbewerb

Bei dem ersten Robotik-Wettbewerb in Gelsenkirchen präsentierten an die 50 Schüler von sieben Schulen ihre selbst gebauten und eigenhändig programmierten Maschinenmenschen. Ausgeführt wurde der Wettkampf im Rahmen des fünften MINT-Forums des Gelsenkirchener Netzwerks „Zukunft durch Innovation“ (zdi). Ziel des Netzwerks ist es vereint mit großen Firmen bei Schülern Spaß und Begeisterung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz: MINT) zu wecken.

Die Roboter waren vorab hauptsächlich in freiwilligen Arbeitsgemeinschaften der Gelsenkirchener Schulen entstanden. „Meist werden für die Roboter Lego-Baukästen genutzt, die an die 600 Teile enthalten. Diese Kästen sind fast komplett identisch, können aber individuell am Rechner programmiert und zusammengebaut werden. So hat später jeder Roboter ein anderes Design und bewegt sich anders“, erklärt Thomas Baltus, Mathe- und Physiklehrer an der EGG. Er hatte den Wettbewerb zusammen mit dem zdi-Netzwerk organisiert.

Spaß und Wissen durch Bau eines Roboters

Vor Ort galt es die Roboter, die sich aus verschiedenen Bauteilen, Motoren und Sensoren zusammensetzen, an die Aufgabenstellung für den Wettbewerb anzupassen. Es wurde diskutiert und gebastelt. „Wichtig ist es, die Programmierung mit dem Roboter abzustimmen. Viele Fehlerquellen können sich dabei einschleichen. So ein Roboter motiviert und transportiert auf jeden Fall Frustrationstoleranz“, so Baltus.

In gerade einmal zwölf Stunden Arbeit ist der Roboter der Gruppe von Ulrike Schulmer und Nils Redell entstanden. „Leider lief es bisher nicht ganz so gut wie erhofft. Es macht aber jede Menge Spaß“, sind die beiden Elfjährigen sich einig. Lasse Block (14) und Eva Klake (15) hätten bereits viel durch ihre Roboter-AG gelernt. „Programmieren, Problemlösungen entwickeln und Mechanik“, zählen die Schüler auf. Auch hier würde der Spaß nicht zu kurz kommen. Nachdem alle drei sportlichen Disziplinen ausgeführt waren, wurden die Bestplatzierten mit einer Urkunde belohnt.

„Der Robotik-Wettbewerb ist ein gutes Praxisbeispiel für die MINT-Förderung. Man sieht, es kommt gut bei den Schülern an“, sagt Hildegard Boisserée-Frühbuss vom zdi-Netwerk.

Institutionen aus den MINT-Bereichen vor Ort

Geeignete Nachwuchskräfte für Berufe zu finden, in denen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik gebraucht werden, bereitet vielen ortsansässigen Unternehmen zunehmend Probleme.

Verbände, Unternehmen, Schulen oder Hochschulen aus den MINT-Bereichen waren mit Ständen und Aktionen vor Ort. Schüler hatten die Möglichkeit dadurch Kontakte zu knüpfen und sich über Bildungsangebote zu informieren. Weitere Informationen auf: www.zdi-gelsenkirchen.de/home

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