Mixtape GE

Gelsenkirchener Rock- und Popszene startet Musikprojekt

Der Gelsenkirchener Musiker Julian Ryberski informierte die  Gelsenkirchener Musiker über das anstehende Musikprojekt „Mixtape GE“. Anwesend waren Bands und Einzelkünstler.

Der Gelsenkirchener Musiker Julian Ryberski informierte die Gelsenkirchener Musiker über das anstehende Musikprojekt „Mixtape GE“. Anwesend waren Bands und Einzelkünstler.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen.   „Mixtape GE“ nennt sich das ungewöhnliche Musikprojekt, bei dem Bandmitglieder getauscht werden oder Sänger Stücke anderer Musiker singen.

Als Mixtape lässt sich im allgemeinen eine Zusammenstellung von Liedern bezeichnen. Das Format „Mixtape GE“ geht in eine ähnliche Richtung – allerdings nur fast.

An zwei Abenden werden Musiker der Gelsenkirchener Rock- und Popszene ein gemeinsames Konzert mit einer bunten Songauswahl geben. Allerdings soll es ähnlich wie bei dem Fernsehformat „Sing meinen Song – Das Tauschformat“ so aussehen, dass Band A in ihrem Stil einen Song von Band B spielt. Bass und Schlagzeug von Band C den Singer-Songwriter von Band D begleiten. Oder ein Chor die Punkhits von Band E singt. Mixen ist also auf allen Ebenen ausdrücklich erwünscht!

Gemeinsamer musikalischer Dialog soll entstehen

Die Hauptfrage, die sich Organisator Julian Rybarski, der auch die musikalische Leitung übernimmt, bei der Idee stellte: Warum gibt es in Gelsenkirchen so viele Musiker, die nichts voneinander wissen? Wunsch sei es, die Szene besser miteinander zu vernetzen und möglichst vielen Musikern eine Bühne zu bieten. „Ich wünsche mir, dass ein gemeinsamer musikalischer Dialog entsteht“, erklärte der Organisator bei einem Vortreffen in der Flora zu dem er Bands, Solokünstler und Chöre aus dem Pop- und Rockbereich geladen hatte. Weiter sagte er: „Es geht nicht darum, dass einer sich als Headliner in den Mittelpunkt stellt, sondern darum, dass alle die Möglichkeit haben, sich gemeinsam zu präsentieren.“ Die genaue Gestaltung der Abende soll sich allerdings im Verlauf der Vorbereitungen entwickeln.

Musiker sind gespannt aufs Projekt

Die Anwesenden zeigten sich interessiert an dem Experiment teilzunehmen. Unter ihnen professionelle und semiprofessionelle Gruppen, ambitionierte Laien und interessanter Nachwuchs. In einer Vorstellungsrunde sprachen die Musiker darüber, was sie musikalisch mitbringen, wie sie sich das Projekt vorstellen und was sie sich von dem Zusammenspiel erhoffen. Klaus erklärte beispielsweise, dass er seit 40 Jahren Gitarre spielen würde, allerdings vor fünf Jahren sein Instrument zur Seite gelegt hätte. Zwei junge Frauen einer Band, die erst seit kurzem existiert: „Für uns ist die Teilnahme ein Ansporn Songs selbst zu schreiben und herauszufinden.“ Mit Gesang und Gitarre möchte sich gerne Norbert einbringen. Normalerweise spielt er bei der Band „Useless“. Die musikalische Bandbreite reicht bei ihm von Heavy Metal über Blues zu Reggae. Catharina, die als „Catinka“ Musik macht: „Ich habe einen Song geschrieben, den ich mir schon immer als Gospel gewünscht habe.“ Julian Ryberski informierte, dass ein Gospelchor bereits sein Interesse geäußert hätte, es allerdings zeitlich nicht geschafft hätte, anwesend zu sein.

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