Sicherheit

Ermittlungen gegen Libanesen-Clans in Gelsenkirchen

Nach Angaben von Anwohnern sollen in der Leipziger Straße in Gelsenkirchen-Schalke Drogen gehandelt werden. In  unmittelbarer Nähe befindet sich die Regenbogenschule als städtische Gemeinschaftsgrundschule (im Bild rechts).

Foto: Foto: Martin Möller / Funke Fot

Nach Angaben von Anwohnern sollen in der Leipziger Straße in Gelsenkirchen-Schalke Drogen gehandelt werden. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Regenbogenschule als städtische Gemeinschaftsgrundschule (im Bild rechts). Foto: Foto: Martin Möller / Funke Fot

Gelsenkirchen.  Im Falle der Libanesen-Clans in Schalke fordert die CDU in Gelsenkirchen erhöhte Präsenz von KOD und Polizei. Jugendliche bestätigen die Lage vor Ort.

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Der Bericht über Libanesen-Clans in Schalke hat die Politik auf den Plan gerufen. Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD) hat sich an die Staatsanwaltschaft Essen gewandt, mit der Bitte in diesen Fällen strafrechtliche Ermittlungen aufzunehmen. Das Stadtoberhaupt betonte, dass man keine Parallelgesellschaften dulden werde. „Gemeinsam und in engem Schulterschluss mit der Polizei werden wir den Respekt der gesellschaftlichen Ordnung einfordern und durchsetzen“.

Polizeipräsidentin Anne Heselhaus-Schröer appellierte eindringlich an die Bürgerschaft der Stadt, bei Straftaten nicht wegzuschauen: „Alarmieren Sie die zuständigen Behörden. Wir sind auf Ihre Mithilfe angewiesen und gehen jedem Hinweis konsequent nach.“

Sachstandsbericht soll angefordert werden

Wie die Polizei weiter mitteilte, sind im Fall des vermeintlichen Kindesmissbrauchs Ermittlungen eingeleitet worden. Die Polizei bestreife diesen Bereich ebenfalls regelmäßig und stehe den Anwohnern jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Mitte kündigte an, in der nächsten Sitzung einen Sachstandsbericht der Verwaltung zum Thema anzufordern. Peter Röttgen, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung Mitte: „Auch wenn Polizei und KOD die Situation in der Leipziger Straße als weniger auffällig beschreiben, sollte man die Beunruhigung der Anwohner ernst nehmen, damit der soziale Frieden im Viertel erhalten bleibt.“

Die CDU forderte als erste Maßnahme eine Erhöhung der Streifenfahrten von Polizei und mehr Präsenz des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD).

KOD hat Streifen verstärkt

Die Stadt teilte außerdem mit, dass der KOD unabhängig von der Berichterstattung „seine Streifen in diesem Gebiet verstärkt und bereits Dienstagabend verschiedene Platzverweise“ gegenüber Personen auf einer Spielfläche erteilt habe.

Venetia Harontzas, SPD-Bezirksverordnete (Mitte) sowie „Herz und Seele“ des interkulturellen Familientreffs Lalok Libre: „Eine Reihe von Jugendlichen aus dem Lalok haben mir am Mittwoch bestätigt, dass der Bericht stimmt. Sie sagen, es herrschen dort solche Verhältnisse.“

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