Die ZDF-Studie, die Gelsenkirchen in Sachen Lebensqualität auf den allerletzten Platz 401 setzte, erkor das RWI in Essen, das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, zur „Unstatistik des Monats“. Auch der gebürtige Dattelner und mittlerweile in Münster beheimatete Journalist Heiner Wember, Mitarbeiter des Deutschlandfunks, konnte nicht fassen, dass eine Stadt mit dem Musiktheater im Revier, reicher Kulturszene, einem Fußball-Erstligisten und vielem mehr auf dem letzten Platz landete. „Sein“ Münster schaffte es in der Studie als beste NRW-Stadt auf Platz 33, klar vor Düsseldorf (Platz 101). Wember wollte es genauer wissen, schlug seinem Sender vor: „Ich begebe mich auf eine Reise aus dem ‘Himmel’ Münster in die ‘Hölle’ Gelsenkirchen.“ Es bedurfte keiner großen Überredungskunst. Das Ergebnis dieser viertägigen Reise ist nun am Sonntag ab 11.05 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur zu hören, 54 Minuten lang, in der Reihe Deutschlandrundfahrt. Der Titel der Sendung: Ruhrpott-Realismus.


