Mobilität

E-Busse kommen: Bogestra macht den 380er zur „Grünen Linie“

Auf dem Gelände der Bogestra werden demnächst auch zehn Elektrobusse stehen. Bis 2020 sollen es sogar 20 sein. Von den ersten zehn sind sechs für die Linie 380 in Gelsenkirchen eingeplant.

Auf dem Gelände der Bogestra werden demnächst auch zehn Elektrobusse stehen. Bis 2020 sollen es sogar 20 sein. Von den ersten zehn sind sechs für die Linie 380 in Gelsenkirchen eingeplant.

Foto: Joachim Kleine-Büning/Archiv

Gelsenkirchen.  Die Bogestra will zehn E-Busse anschaffen, sechs davon für Gelsenkirchen. Sie sollen auf der Linie 380 entlang der Kurt-Schumacher-Straße fahren.

Zur Verbesserung der Luftverhältnisse wird die Stadt Gelsenkirchen gemeinsam mit der Bogestra eine Buslinie komplett auf elektrischen Antrieb umstellen. Die Ausschreibung für die neuen Fahrzeuge und die entsprechende Ladetechnik soll bereits im Januar 2018 erfolgen.

Insgesamt wird die Bogestra zehn „E-Busse“ anschaffen, sechs davon werden in Gelsenkirchen die Linie 380 zur ersten „Grünen Linie“ umwandeln und so zur Luftverbesserung auf der stark belasteten Kurt-Schumacher-Straße in Schalke beitragen. Weitere vier Busse wird die Bogestra im Bochumer Stadtgebiet einsetzen.

  •  

Für 2020 plant die Bogestra mit 20 E-Bussen

Durch diesen neuen elektromobilen Schritt nimmt die Bogestra ihre Verantwortung im Klimaschutz ernst und trägt gemeinsam mit den Städten durch ihr breites ÖPNV-Angebot zur Verbesserung der Luftqualität bei. Für das Jahr 2020 plant die Bogestra mit bereits 20 E-Bussen.

Oberbürgermeister Frank Baranowski: „Mit dieser Entscheidung setzen wir bereits erste Schritte unseres Mobilitätskonzeptes um und leisten so einen weiteren Beitrag zur Verbesserung der Luft in stark belasteten Bereichen.“ Gemeinsam mit der Verkürzung des Fahrtaktes der Linie 302 auf 5 Minuten soll die Strecke entlang der Kurt-Schumacher-Straße im öffentlichen Nahverkehr so attraktiv werden, dass die Nutzer auf ihren motorisierten Individualverkehr verzichten, weil der angebotene Service deutlich attraktiver ist.

Ziel: Verbesserung der Luftqualität

„Unser Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich für diesen Umweltverbund zu gewinnen“, so Oberbürgermeister Frank Baranowski. „Der Umstieg auf Straßenbahnen und elektrische Busse in attraktiven Taktungen, verkürzt die Fahrtzeiten für die Nutzer, ist im Berufsverkehr schneller und vor allem nachhaltig sauberer als der Individualverkehr mit Verbrennungsmotoren.“

Die Stadt Gelsenkirchen geht diesen Schritt, um für die Anwohner möglichst zeitnah eine Verbesserung der Luftqualität zu erreichen und drohende Fahrverbote zu verhindern. Obwohl bislang aus Berlin noch keine klaren Zusagen über die Höhe der Förderung vorliegen, es keine Förderbescheide gibt und auch die Antragsverfahren noch nicht geklärt sind, werden die Stadt Gelsenkirchen und die Bogestra diesen wichtigen Schritt in Richtung emissionsfreie Mobilität gehen.

Schnelles Handeln gefordert

Die Bundesregierung hatte auf dem Dieselgipfel ein schnelles Handeln gefordert. Die Städte Gelsenkirchen und Bochum und ihr Verkehrsunternehmen handeln sofort. Dies erfordert allerdings, dass die Bundesregierung das „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ auch umsetzt und die versprochenen Fördermittel direkt bei den kommunalen Akteuren ankommen. Immerhin hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) heute 60 Förderbescheide darunter auch an Gelsenkirchen für die Entwicklung kommunaler Masterpläne überreicht, mit denen die Luftqualität verbessert werden soll.

Als weiteren Schritt zur Umsetzung des Sofortprogramms hat das BMVI seine Förderrichtlinie Elektromobilität aktualisiert. Damit soll die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und die dafür erforderliche Ladeinfrastruktur gefördert werden. Anträge können ab sofort bis zum 31. Januar 2018 eingereicht werden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben