Am Ende der Woche

Das Erinnern darf nicht aufhören

Wo diese Steine liegen, ist stolpern im symbolischen Sinne erwünscht. Stolpern, innehalten und sich für einen Augenblick vergegenwärtigen, welche Schicksale mit den Orten verbunden sind. In vielen Fällen: Verfolgung, Haft, Deportation, Konzentrationslager, Tod. Die neue deutsche Geschichte ist unauslöschlich mit der Vergangenheit verbunden, auch wenn Nachkriegsgenerationen keine Schuld am Tun ihrer Vorfahren haben – vergessen darf man aber nicht, was zwischen 1933 und ‘45 geschah. Heute weniger denn je!

Wo diese Steine liegen, ist stolpern im symbolischen Sinne erwünscht. Stolpern, innehalten und sich für einen Augenblick vergegenwärtigen, welche Schicksale mit den Orten verbunden sind. In vielen Fällen: Verfolgung, Haft, Deportation, Konzentrationslager, Tod. Die neue deutsche Geschichte ist unauslöschlich mit der Vergangenheit verbunden, auch wenn Nachkriegsgenerationen keine Schuld am Tun ihrer Vorfahren haben – vergessen darf man aber nicht, was zwischen 1933 und ‘45 geschah. Heute weniger denn je!

Was das ehemalige Pelzhaus der Familie Gompertz angeht, kommt es wohl nicht zu dem von Ron Gompertz erhofften Zusammentreffen mit Angehörigen von Wilhelm Rüter. Die haben ihren Urlaub geplant. Aber auch die Erben haben im Zusammenhang mit der Stolperstein-Verlegung Ende November innegehalten. Weil sie mit der Geschichte konfrontiert wurden, damit, dass Wilhelm Rüter 1940 das von den Nazis konfiszierte Haus als Eigentümer übernahm. Das hat den heutigen Eigentümer, wie er sagt, erschrocken gemacht. Was nachvollziehbar ist. Wohl niemand würde es so einfach wegstecken, wenn er erführe, wie sich ein Angehöriger während der Nazi-Herrschaft verhalten hat. Umso bedauerlicher ist es da, dass es am 24. November voraussichtlich nicht zu einer Geste der Versöhnung zwischen den beiden Nachfahren kommen wird, zu einem Handschlag, ein paar Worten.

Schon am 9. November erinnert man sich auch in Gelsenkirchen der Pogromnacht von 1938. In dieser Nacht stand Albert Gompertz oben in seinem Haus an der Bahnhofstraße 22 und musste mit ansehen, wie der braune Mob jüdisches Eigentum verwüstete und blindwütig zerstörte. Auch die Synagoge brannte. Das Erinnern darf nicht aufhören, damit sich Geschichte nie, niemals wiederholt!

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