Coronavirus

Corona: Musiker gibt 20 Balkon-Konzerte vor Seniorenheimen

Norbert Labatzki begeisterte die auf den Balkonen lauschenden Bewohner des Awo-Seniorenheims in Gelsenkirchen-Erle bei seinem Auftritt in der vergangenen Woche. 20 weitere sollen nun folgen.

Norbert Labatzki begeisterte die auf den Balkonen lauschenden Bewohner des Awo-Seniorenheims in Gelsenkirchen-Erle bei seinem Auftritt in der vergangenen Woche. 20 weitere sollen nun folgen.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Nickel-Stiftung aus Gelsenkirchen unterstützt die Idee des Musikers Norbert Labatzki: 20 weitere Konzerte vor Seniorenheimen.

Obwohl es durch das Coronavirus aktuell viel Leid auf der Welt gibt, nimmt die gegenseitige Unterstützung zu. So auch in Gelsenkirchen. Ulrich Nickel, Geschäftsführer des Reisedienstes Nickel, der auch zeitgleich Gründer der Nickel-Stiftung ist, wurde durch die WAZ auf das besondere Konzert von Norbert Labatzki aufmerksam – und unterstütz die Sache nun.

Der Gelsenkirchener Musiker war vor gut einer Woche im Hof des Seniorenzentrums an der Darler Heide aufgetreten. Die Bewohner der Einrichtung, die aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen aktuell keinen Besuch empfangen können, lauschten begeistert von ihren Balkonen aus dem Konzert unter freiem Himmel.

Unterstützung durch die Gelsenkirchener Nickel-Stiftung

„Ich fand die Idee total klasse“, sagt Ulrich Nickel. Er kontaktierte Labatzki und verschiedene Senioreneinrichtungen mit dem Ziel, weitere kontaktlose Konzerte für die dort lebenden Menschen stattfinden zu lassen. Seit 2013 unterstützt die Stiftung verschiedenste Projekte für hilfsbedürftige Menschen aus der Umgebung.

„Die Isolation und die Einsamkeit bei den Senioren, die aktuell keinen Besuch empfangen können, empfinde ich als etwas sehr Schlimmes. Gleichsam sind aber auch die freischaffenden Künstler in ihrer wirtschaftlichen Lage bedroht. So dachte ich mir, dass wir als Stiftung da etwas tun müssen“, so der Stiftungsgründer.

Gigs auch in Kinderheimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

Für 20 Konzerte, die in den kommenden Wochen stattfinden sollen, finanziert die Stiftung nun Labatzki, auch bekannt als Dr. Stolzenfels und Mr. Mamboo, insgesamt mit einem mittleren vierstelligen Betrag. Neben den Senioreneinrichtungen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind, wird der Entertainer auch das Kinderheim an der Schlosserstraße, das Kinderheim St. Elisabeth an der Cranger Straße sowie das Wichernhaus an der Warendorfer Straße, ein Wohnheim für Menschen mit Behinderungen, besuchen und dort musikalisch für Stimmung sorgen.

Natürlich passt er dabei seine Konzerte den jeweiligen Gegebenheiten und seiner Zielgruppe an. Wer die Stiftung finanziell unterstützen möchte, hat dazu die Möglichkeit über die IBAN DE73420500010101171781 bei der Sparkasse Gelsenkirchen.

In Zusammenarbeit mit Matthias Schiemann von „Burda’s Tierwelt“ in Buer gab es von Ulrich Nickel, in diesem Fall durch das Busunternehmen Reisedienst Nickel, bereits vergangenen Samstag eine Spendenaktion. Über zwei Tonnen Hunde- und Katzenfutter gingen an das Gelsenkirchener Tierheim.

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