Start-Up: WSS-IT

Computer übernimmt Kontrolle von Baustellen-Mitarbeitern

Foto: Joachim Kleine-Büning

Bulmke.  WSS-IT hat System entwickelt, das in Echtzeit Daten von Mitarbeitern im Hochbau erfasst. Wenn der Zoll überprüft, sind alle Dokument da.

Von der Entwicklung einer Idee bis zur Praxistauglichkeit ist es ein langer Weg. Den hat Marc Student (39) jetzt hinter sich und Firmen von seinem Start-up-Unternehmen überzeugen können. Zum Beispiel cpc baulogistic von Daimler Benz in Sindelfingen oder die Firma Züblin in Frankfurt. „Wir haben für Baustellen im Hochbau drei Module entwickelt, um die Personalverwaltung auf Baustellen zu managen“, erklärt der Fachinformatiker mit Fachrichtung Systemintegration, der sich bei seiner neuen Firma um Organisatorisches, Buchhaltung, Einkauf, Verkauf, Vertrieb und Marketing kümmert. Zusammengetan hat er sich mit seinem Neffen Dennis Sepeur (28), der Anwendungsentwickler ist und den notwendigen technischen Teil zum Erfolg beiträgt.

Drei Plattformen bietet er als Dienstleister an

„Die Plattform richtet sich an Bauherren, im Grunde braucht uns jeder, der baut“, sagt Marc Student. Drei Plattformen bietet er als Dienstleister an, die man - je nach Größe des Bauvorhabens - buchen kann. Das ist die Verwaltung von Subunternehmen. „Schon beim Bau eines normalen Einfamilienhauses sind um die 15 Gewerke beteiligt, zum Beispiel Klempner, Maurer, Gerüstbauer, Dachdecker und so weiter. Wir nehmen dem Bauherrn Zeit, Arbeit und Aufwand ab, denn es gibt jede Menge Vorschriften, die man in Bezug auf Arbeitnehmer einhalten muss: zum Beispiel Nachweis der Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, Krankenkassenversicherung, Ausweis für die Baustelle.“

Vorschriften des Gesetzgebers gegen Schwarzarbeit

Mit diesen vielen Vorschriften will der Gesetzgeber gegen Schwarzarbeit vorgehen. Das zweite Modul beinhaltet die Anwesenheitserfassung. Arbeitnehmer müssen an der Baustelle angemeldet sein und die Arbeitszeit muss erfasst werden. Mit der Technik von WSS-IT werden die tatsächlich geleisteten Stunden erfasst und mit den angegebenen Stunden abgeglichen. Denn das Start-up-Unternehmen bringt kleine Terminals an den Zugangssperren zu Baustellen an, die mit dem Server vernetzt sind. „Über LTE, das ist das schnellste Datennetz, kann man in Echtzeit sehen, wer zurzeit auf der Baustelle anwesend ist. Das ist wichtig für Wachleute oder in Notfällen. Aber auch für Kontrollen durch den Zoll und andere Aufsichtsbehörden.“

Daten der Mitarbeiter werden abgeglichen

Beim Modul 3 geht es um die Zutrittskontrolle. Anders als früher, als die Mitarbeiter alle Unterlagen mitbringen mussten und einen Tag später - wenn alles gut lief - eine Zutrittsberechtigung bekamen, geht das heute innerhalb kürzester Zeit. Die Daten der Mitarbeiter, die die Auftraggeber angemeldet haben, werden abgeglichen, die berechtigten Personen bekommen einen Chip, der am Drehkreuz oder Eingang abgeglichen wird und haben Zutritt.

Um den Bürokratieaufwand für die Auftraggeber minimal zu halten, gibt es auf der Internetseite der Start-up-Firma ein Formular, das ausgefüllt und online abgeschickt werden muss. Um die gesamte weitere Abwicklung kümmert sich dann WSS-IT. Kontakt: www.opticon.side, Telefon: 0209/27 55 00 10.

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