Verkehr

Auf der B 224 stauen sich die Autos von Gladbeck bis Buer

Stau auf der B 224 gehört gerade im Berufsverkehr zur Normalität.

Foto: Oliver Mengedoht

Stau auf der B 224 gehört gerade im Berufsverkehr zur Normalität. Foto: Oliver Mengedoht

Gelsenkirchen/Gladbeck.   Der Stau auf der B 224 wird immer länger. Straßen NRW will bis Jahresende die Ampelschaltung optimieren, große Effekte werden aber ausbleiben.

Wer ständig mit dem Auto über die B 224 von Gelsenkirchen nach Essen fährt, der kennt das Problem: Gerade im Berufsverkehr geht spätestens ab der Tankstelle kurz hinter der Gladbecker Stadtgrenze nichts mehr.

Beim Landesbetrieb Straßen NRW ist das Problem bekannt. Machen können sie dagegen relativ wenig – außer zuzusehen, wie sich die Situation immer weiter verschärft. Denn der Stau, der seinen Ursprung an der ersten Ampel auf Gladbecker Stadtgebiet (Kreuzung Goethestraße) nimmt, erstreckt sich mittlerweile morgens zurück bis zur Anschlussstelle Buer-West – das ist eine Strecke von immerhin drei Kilometern.

Eine sogenannte Pförtnerampel

„Die Straße reicht schon lange nicht mehr für den Verkehr“, sagt Peter Beiske, Medienbeauftragter von Straßen NRW. Zwar sei man zurzeit dabei, die Schaltung der Ampel zu optimieren, jedoch dämpft er zu große Erwartungen: „Wenn überhaupt ergeben sich dadurch kleinere Besserungen.“ Bei der Ampel handelt es sich um eine sogenannte Pförtnerampel. Sie erkennt das Verkehrsaufkommen und lässt entsprechend viele Autos durch. Ein kompletter Umlauf der Ampelphasen ist zurzeit auf 107 Sekunden programmiert; er wird voraussichtlich auf 120 Sekunden erweitert.

Nun könnte man auf die Idee kommen, doch einfach die Grünphasen für den B 224-Verkehr zu verlängern. „Diese Ampel ist mit den fünf folgenden Ampeln auf der weiteren Strecke Richtung A 2 zusammengeschaltet“, so Beiske. „Das ist also alles nicht so einfach. Außerdem hätte das negative Auswirkungen auf den Querverkehr.“ Als die Pförtnerampel vor etwa einem Jahr defekt war und dadurch länger Grün zeigte, waren die Auswirkungen für die Gladbecker sofort spürbar. Auf der Goethestraße staute sich der Verkehr bis tief ins Stadtgebiet zurück. Das ist also auch keine Lösung.

Ausbau zur A 52

Peter Beiske sieht derzeit nur einen Ansatz: „Etwas anderes als einen Ausbau zur A 52 kann man eigentlich nicht machen.“

Bis es auf diesem so stauanfälligen Teilstück losgehen kann, werden laut Beiske aber noch sieben bis acht Jahre ins Land ziehen. So lange könne man eben nur reagieren. Das Tempolimit von 100 km/h beginnt nun schon auf Höhe der Ausfahrt Buer-West, zuvor durfte man – wenn es der Verkehr zuließ – fast bis zur Tankstelle Gas geben. Außerdem wurden Stauwarnschilder aufgestellt, bis Jahresende soll noch eine ganze Anlage mit gelb blickendem Warnlicht folgen. Ein Unfall wie im März, als ein Lkw auf das Stauende auffuhr und zum Glück niemand verletzt wurde, soll sich nach Möglichkeit nicht wiederholen.

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