Seine Freiheit hat ein Gelsenkirchener seinem großzügigen Arbeitgeber zu verdanken - ohne dessen Hilfe wäre er ganz sicher im Gefängnis gelandet. Bundespolizisten hatten den 37-Jährigen festgenommen, der Gang ins Gefängnis stand kurz bevor.
Arbeitgeber übernimmt die saftige Geldstrafe: Gelsenkirchener muss nicht in Haft
Einsatzkräfte der Bundespolizei waren zuvor am Montag, 1. April, gegen 10.40 Uhr bei einem Streifenrundgang durch den Gelsenkirchener Hauptbahnhof auf den 37-Jährigen gestoßen. Ein Abgleich der Personalien ergab, dass die Staatsanwaltschaft Essen Haftbefehl gegen ihn erlassen hatte. Das Amtsgericht Gelsenkirchen hatte den Deutschen im August 2021 rechtskräftig wegen Betruges zu einer Geldstrafe in Höhe von 40 Tagessätzen á 50 Euro verurteilt.
Videos und Bilder aus Gelsenkirchen finden Sie auch auf unserem Instagram-Kanal GEtaggt. Oder abonnieren Sie uns kostenlos auf Whatsapp und besuchen Sie die WAZ Gelsenkirchen auf Facebook.
Der Gelsenkirchener hatte aber bisher weder die geforderte Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro (zzgl. Verfahrenskosten) beglichen, noch sich der Ladung zum Strafantritt gestellt. Die Beamten nahmen den Gesuchten fest und brachten ihn zur Bundespolizeiwache. Dort hatte er die Möglichkeit, seinen Arbeitgeber zu kontaktieren. Der Chef des Gelsenkircheners erklärte sich bereit, in die Bresche zu springen. Er übernahm die Zahlung der Strafe und bewahrte seinen Mitarbeiter so vor einer längeren Haft.