Die Stadt Gelsenkirchen plant die Errichtung von Notfall-Infopunkten, um die Bevölkerung im Falle eines Blackouts über notwendige Maßnahmen informieren zu können. Um diese Notfallinformationspunkte mit Strom versorgen zu können, müssen die Gebäude mit Notstromgeneratoren ausgestattet werden. Im nächsten Fachausschuss für Hochbau und Liegenschaften am 16. Januar soll deshalb nun von der Politik beschlossen werden, dass für 650.000 Euro (plus 500 Euro Wartungskosten jährlich) zwölf Maschinen in verschiedenen Leistungsstufen angeschafft werden.

Die durch den Krieg in der Ukraine ausgelöste Energiekrise habe gezeigt, wie sensibel und anfällig die Energieversorgung sei, heißt es in einer Vorlage der Stadtverwaltung. Auf dem Höhepunkt der Energiekrise sorgte man sich in Deutschland um eine Energiemangellage, die durchaus einen Blackout zur Folge hätte haben können. Gemeint ist damit ein Ausfall der Stromversorgung für eine Dauer von 72 Stunden.

Überblick: Hier sind die Notfall-Infopunkte in Gelsenkirchen

Damit in einem solchen Blackout-Fall eine gewisse Grundversorgung und Arbeitsfähigkeit der Stadtverwaltung gesichert ist, sollen Notfallinformationspunkte vorbereitet werden und dann mit den entsprechenden Notstromgeneratoren ausgerüstet werden. Die Geräte sollen an zentraler Stelle eingelagert werden, um sie bei Bedarf schnell an den ausgewählten und vorbereiteten Gebäuden aufstellen zu können. Bei den Geräten handelt es sich laut Stadtverwaltung um bereits vollständig installierte Einheiten, die inklusive eines entsprechenden Vorratstanks fertig montiert und direkt betriebsbereit sind.

Sollte es tatsächlich mal zu einem Krisenfall kommen, sollen Mitarbeitende der Stadt an insgesamt 17 Notfall-Infopunkten im Gelsenkirchener Stadtgebiet bereitstehen. Bürgerinnen und Bürger sollen hier aktuelle Informationen erhalten und Notrufe absetzen können. An sechs dieser Notfall-Infopunkte (Gesamtschule Ückendorf, Berufskolleg Königstraße, Gesamtschule Bergergeld, Gesamtschule Erle, Gesamtschule Horst, Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium) soll es darüber hinaus eine medizinische Basisversorgung, Trinkwasser, Lebensmittel-Notrationen, Betreuungs- und Wärmeangebote geben.