Laut einer aktuellen Bertelsmann-Studie wäre die Krankenhausversorgung in Deutschland mit einer Reduzierung der Klinikzahl auf die Hälfte deutlich besser als jetzt. Die Hauptargumente: Zu viele kleinere Häuser haben zu wenig Erfahrung mit komplizierten Eingriffen und komplexen Erkrankungen, behandelten die Patienten daher nicht optimal. Unterm Strich seien die Bürger mit weiteren Anfahrtswegen besser versorgt. Selbst im Akutfall, selbst bei Herzinfarktpatienten, weil diese dann direkt in eine angemessen ausgestattete Klinik eingeliefert würden. Auch könnten viele stationäre Krankenhausaufenthalte vermieden werden, wenn der Klinikabbau zugunsten eines Ausbaus der ambulanten Versorgung vollzogen würde. Wir fragten die Betreiber der derzeit sechs Krankenhäuser in der Stadt, wie sie zu diesen Vorschlägen stehen.
Krankenhaus-Studie
Gelsenkirchener Kliniken fühlen sich nicht angesprochen
Gelsenkirchen. Eine Studie schlägt die Schließung jeder zweiten Klinik vor. Die Betreiber der sechs Gelsenkirchener Krankenhäuser sehen sich nicht angesprochen.

Vor knapp zwei Jahren wurde der Hybrid-Operationssaal im Sankt Marien-Hospital Buer in Betrieb genommen. Über moderne Operationssäle verfügen alle vier größeren Häuser in Gelsenkirchen. © FUNKE Foto Services | Joachim Kleine-Büning
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