Die Konjunktur brummt seit Jahren, dennoch leben im Ruhrgebiet tausende Menschen von Hartz IV. Eine erschreckende Botschaft, denn wenn es in Zeiten eines mittlerweile zehnjährigen Aufschwungs nicht gelingt, die Armut zurückzudrängen, wann dann?
Trotz einer allgemeinen Entspannung auf dem Arbeitsmarkt haben sich offenbar Hartz-IV-Milieus betongleich verfestigt. Das ist umso schlimmer, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass Industrie und Handwerk im Revier händeringend nach neuen Fachkräften suchen. Die Kinder aus diesen armen Familien sind es, die Unternehmen wachsen lassen könnten. Und dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob mehr oder weniger deutsche beziehungsweise ausländische Kinder in Arbeitslosenhaushalten aufwachsen. Denn jedes Kind, das durch bessere Bildung aus dem Hartz-IV-Sumpf herausgezogen wird, kann in Zukunft das Wirtschafts- und Sozialsystem stützen. Durch seine Arbeit.


