Wenn Kamera-Teams deutscher Fernsehsender im Ruhrgebiet unterwegs sind und wieder einmal dokumentieren wollen, wie marode hier alles ist, dann fahren sie gerne zur Bochumer Straße nach Gelsenkirchen-Ückendorf. Eine einstige Prachtstraße, die heute so aussieht wie sie aussieht: weitestgehend heruntergekommen. Solche Bilder untermauern einfach eindrucksvoll Nachrichten von schlechter Lebensqualität. Dass es hier nicht überall so aussieht: egal! Hauptsache das Bild brennt sich immer besser ein in die Gehirne jener Menschen, die das Ruhrgebiet eben nur aus dem TV kennen. Wenn sie dann wirklich mal hier sind, heißt es meistens ungläubig: Was, so grün ist das bei euch??
Insofern ist es schön zu sehen, was sich dort bereits tut – und noch besser: was sich dort in den nächsten Jahren noch alles tun soll. „Die einstige Prachtstraße soll wieder prächtig werden“, sagte Janine Feldmann von der Koordinierungsstelle Stadterneuerung diese Woche. Und wenn man sich die Pläne zur Neugestaltung des 700 Meter langen Straßenabschnitts anschaut, dann kann sie damit absolut Recht haben.


