Kommentar

Wer Polizisten angreift, verachtet den Rechtsstaat

     

     

Foto: Funke Foto Services

Essen.  Ein Bundespolizist wird in Essen von Clan-Leuten beschimpft und bedroht. Dieser Fall belegt aufs Neue, wie sehr diese den Rechtsstaat verachten.

Neben Berlin und Bremen zählt Essen bekanntlich zu den Clan-Hochburgen in Deutschland. Eine unrühmliche Sonderstellung, an die insbesondere die Polizei in dieser Stadt nahezu täglich erinnert wird. Das jetzt in Umlauf gebrachte Video mit der Demütigung eines Bundespolizisten reiht sich ein in eine lange Kette von Respektlosigkeiten.

Polizisten zu duzen und sie anzumachen, sie zu beschimpfen und zu bedrohen – das alles offenbart eine tiefsitzende und verstörende Verachtung des deutschen Rechtsstaates. Neuartig ist dieses rotzlöffelige Verhalten gerade im libanesisch-arabischen Milieu keinesfalls. Aber weil es bislang praktisch ungeahndet blieb, fühlen sich viele anscheinend motiviert, diesen bösen Kult der Respektlosigkeit immer wieder aufs Neue zu pflegen.

Der Dienst von Polizisten nimmt leider immer häufiger Züge eines Fronteinsatzes an

Aber es gibt auch erfreuliche Entwicklungen: Es ist noch nicht lange her, da hat das Essener Amtsgericht ein Clan-Mitglied verurteilt, weil es eine Polizistin nach Feierabend auf ihrem Heimweg verfolgt, bedrängt und genötigt hat. Es ist zumindest in Essen das erste Urteil dieser Art und ein Beweis dafür, dass der Rechtsstaat sich nichts gefallen lässt.

Dem gedemütigten Bundespolizisten aus dem Skandal-Video ist übrigens nicht einmal ein Vorwurf zu machen. Soweit erkennbar hat er sich von den Hitzköpfen nicht dazu verleiten lassen, an der Hass-Spirale mitzudrehen oder gar die Fassung zu verlieren. Er und viele seiner Kollegen müssen bedauerlicherweise nun auslöffeln, was eine ganze Generation fahrlässiger Integrationspolitiker ihnen eingebrockt hat. Leider nimmt ihr Dienst nun immer häufiger Züge eines Fronteinsatzes an.

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