Bildung

Vier Grundschulen in Essen erhalten besondere Förderung

Foto: Knut Vahlensieck

Essen.   Die Anneliese-Brost-Stiftung unterstützt vier Grundschulen in Essen mit 141 000 Euro. Davon werden Tanz- und Theaterpädagogen bezahlt.

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Vier Grundschulen werden bis 2019 mit insgesamt 141 000 Euro von der Anneliese-Brost-Stiftung unterstützt. Vom Geld werden unter anderem Tanz- und Theaterpädagogen bezahlt, die wöchentlich mit den Kindern Projekte erarbeiten. Es geht dabei um grundsätzliche Kompetenzen, die mit der Maßnahme gestärkt werden sollen: „Die Kinder sollen weiter stark gemacht werden für den Schulalltag“, sagt Felix Busch, der Leiter der Hövelschule in Altenessen.

Aus Übergängen sollen keine Brüche werden

Das gelte für den Alltag an der Grund-, aber vor allem für den Wechsel auf die weiterführende Schule. Profitieren sollen Erstklässler, die aus der Kita kommen, und Viertklässler, die vor dem Wechsel auf die weiterführende Schule stehen. „Damit aus den Übergängen“, sagt Schuldezernent Peter Renzel, „keine Brüche werden.“

Winfried Bega, der die Grundschule am Wasserturm (Südostviertel) leitet, hat beobachtet, dass „sich in den letzten Jahren weiter viel verändert hat – besonders, was die Fähigkeit der Kinder angeht, sich zu konzentrieren, aufzupassen, oder mit Konflikten umzugehen.“ Heißt: Regulärer Unterricht und alles, was Schulen längst im Programm haben, um sich auf eine veränderte Schülerschaft einzustellen, reicht bei Weitem nicht mehr aus. Neue Methoden müssen her. „Dabei sind die Ressourcen von Schulen grundsätzlich knapp, da können nicht einfach noch Schauspiel- oder Sportmaßnahmen eingebaut werden“, sagt Werner Meys vom Vorstand der Anneliese-Brost-Stiftung. „Entsprechend helfen wir mit externen Kräften, die an die Schulen kommen.“

Stärken entdecken, die man vorher nicht kannte

Wozu helfen Bewegung, Theater, Tanz? Es geht um die Kontaktfähigkeit von Kindern, Nähe und Distanz, den Umgang mit Wut oder Frust, und nicht zuletzt das gemeinschaftliche Erleben eines Erfolges. „Wenn die Kinder eine Tanzvorführung beenden und der Applaus einsetzt“, sagt Tanzpädagogin Wendy Weldon, „dann sieht man, wie der Stress in den Gesichtern der Kinder, der sich im Alltag aufbaut, ganz plötzlich verfliegt. Plötzlich ist da eine Leichtigkeit, die vorher nie da war.“ Und Schulleiter Felix Busch berichtet aus Erfahrung: „Solche Projekte geben den Kindern die Möglichkeit, Talente und Stärken zu entdecken, von denen sie gar nicht wussten, dass sie sie besitzen.“

Neben den beiden genannten Grundschulen sind auch die Hüttmannschule (Altendorf) und die Grundschule im Nordviertel beteiligt.

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