Engere Taktzeiten und neue Technik, schnellerer Service und günstige Tickets – auf diese Weise will die Ruhrbahn den Essenern helfen, der „dicken Luft“ in der Stadt zu entkommen. Und damit auch drohenden Fahrverboten. Doch jetzt zeigt die Bilanz der gemeinsam mit Mülheim operierenden Nahverkehrs-Gesellschaft: Sehr viel preiswerter wird das wohl kaum gehen.

Zwar muss die Stadt über ihre Verkehrs- und Versorgungs-Holding EVV für 2018 „nur“ 53,3 Millionen Euro zubuttern, das sind immerhin 8,5 Millionen Euro weniger als noch im Jahr zuvor. Doch den um fast 14 Prozent gesenkten Verlust, den verdankt die Ruhrbahn allein der üppig fließenden Dividende aus ihren RWE-Aktien: 174.000 davon hält sie im eigenen Bestand, weitere 10,2 Millionen hat die Stadt ihrer Nahverkehrs-Tochter ausgeliehen. Und weil die 2018 ausgezahlte Dividende des Wertpapiers besonders üppig ausfiel, flossen der Ruhrbahn auf diese Weise 15,5 Millionen Euro zu.