Als Timon Orths die ersten Garnelen für sein heimisches Aquarium züchten wollte, da gab es vor allem erstmal Rückschläge. Aus 1000 Larven zog er anfangs nur drei bis vier Tiere. Für manche wäre das vielleicht ein Grund gewesen, die Idee schnell wieder zu begraben. Doch den 32-Jährigen, der sein halbes Leben lang schon Aquarianer ist, spornte das an.
Bei Aquarianern beliebt und weit verbreitet ist die Amano-Garnele; benannt nach dem japanischen Aquarienpapst Takashi Amano. Sie zu züchten, ist nicht einfach. Denn die Tiere, die im Süßwasser leben, brauchen im Larvenstadium Salzwasser. Bislang kommen sie deshalb vor allem als Wildfang in Asien in die deutschen Aquarien. Mit allen damit verbundenen Problemen: Zerstörung des Ökosystems, lange Transportwege um die halbe Welt und Einschleppung von Krankheiten.


