Beim IT-Spezialisten Atos herrscht seit Wochen Unruhe. Das Unternehmen steht vor einem großen Umbau, dem auch Arbeitsplätze zum Opfer fallen sollen. Die IG Metall spricht bundesweit von 1600 Jobs, die entweder abgebaut oder durch Auslagerung wegfallen könnten. Essen wäre davon wohl stark betroffen. Denn etwa 60 Prozent der 600 Arbeitsplätze am Standort hier gehören zu dem betroffenen Geschäftsbereich IDM.
Dieser Bereich, der insgesamt 3800 Mitarbeiter bundesweit zählt, kümmert sich um hardwarenahe Dienstleistungen wie Serverwartung etc. Dieser schwächelt. Das erkennt auch die IG Metall an. Allerdings wirft sie dem Arbeitgeber vor, den Transformationsprozess auf dem Rücken der Belegschaft abwickeln zu wollen. „Das machen wir nicht mit“, sagt auch Martin Hüppe vom Betriebsrat, der gleichzeitig zur IG-Metall-Verhandlungskommission gehört, die an diesem Mittwoch erneut in München tagt. Mit einem Ergebnis rechnet die Gewerkschaft nicht. Zu weit liegen die Vorstellungen offenbar noch auseinander.


