Kultur-Festival

TuP-Festtage: Ein Spiel mit hohem künstlerischen Einsatz

Präsentieren das spartenübergreifende Programm (v. li):  Schauspiel-Intendant Christian Tombeil, Berger Bergmann (TUP-Geschäftsführer), Marek Tuma (stellv. Ballett-Intendant), Hein Mulders (Intendant Aalto und Philharmonie) und Sparkassen-Vorstandsmitglied Oliver Bohnenkamp.

Präsentieren das spartenübergreifende Programm (v. li): Schauspiel-Intendant Christian Tombeil, Berger Bergmann (TUP-Geschäftsführer), Marek Tuma (stellv. Ballett-Intendant), Hein Mulders (Intendant Aalto und Philharmonie) und Sparkassen-Vorstandsmitglied Oliver Bohnenkamp.

Foto: André Hirtz

Essen.   Theater und Philharmonie feiert zehntägiges Festival mit allen fünf Sparten. Zum Programm gehört erstmals auch ein spartenübergreifendes Projekt.

Vom Spiel des Lebens verstehen sie eine Menge. Und deshalb setzen die fünf Sparten der Theater und Philharmonie bei den TuP-Festtagen Kunst5 vom 22. bis 31. März auch nicht alles auf eine Karte, sondern auf den Gewinn der Vielfalt. „Rien ne va plus“ heißt in diesen Jahr das Leitthema des Festivals, das zeigen will, was alles geht, wenn Musiktheater, Schauspiel, Orchester und Ballett künstlerisch und organisatorisch zusammenrücken. Zehn Tage lang wird auf der Bühne verhandelt, was im engeren und weitesten Sinne mit der bekannten Ansage des Croupiers beim Roulette zu tun hat. Es geht um zerstörte Existenzen und glückliche Fügungen, es geht um aufs Spiel gesetzte Schicksale und Schuld. Das Interesse für das breite Angebot der TuP zu wecken und auch neuen Besuchern den Zugang über die Festival-Atmosphäre zu erleichtern, das ist dabei das Anliegen von TuP-Geschäftsführer Berger Bergmann.

Dafür hat man einmal mehr ein „Best of“-Paket geschnürt, das neben aktuellen Spielplan-Hits wie dem thematisch passenden Frisch-Stück „Biografie. Ein Spiel“ (mit Gebärdensprache-Übersetzung) und der Roman-Adaption „Die Hauptstadt“ im Grillo-Theater auch eine besondere Uraufführung bietet (27. März, 19 Uhr, Casa): „Schließ deine Augen – Rien ne va plus!“ ist ein Novum im Programm, das Schauspiel, Tanz und Musiktheater in einer Aufführung vereint. Die Regisseure Sascha Krohn und Marijke Malitius, der Choreograf Igor Volkovskyy und Ausstatterin Gesa Gröning blicken in dem zweiteiligen, spartenübergreifenden Projekt mit Motiven von Maurice Maeterlinck und J. M. Barries „Peter Pan“ auf eine fantastische Kinderwelt, manchmal so traumverschleiert wie zukunftsblind. Die Mutter als Kindsmörderin, das ist „Medea“. Aribert Reimann hat aus dem vielfach verhandelten Stoff einen Musiktheater-Meilenstein gemacht. Zur Essener Premiere am 23. März im Aalto will er persönlich vorbeischauen.

Luisa Miller lässt zum letzten Mal die Kutsche vorfahren

Die TuP-Festtage präsentieren manches Neues, aber es ist auch ein Fest der letzten Male. So verabschiedet sich „Cinderella“ nach der Vorstellung am 31. März endgültig vom Spielplan des Aalto-Balletts, und auch Dietrich Hilsdorfs legendäre „Luisa Miller“ lässt am 30. März letztmalig die Kutsche vorfahren.

Gerahmt wird das Festival mit einen hochkarätigen Konzertprogramm. Zwischen Christian Schmitts Bach-Hommage an der Orgel (23. März, 20 Uhr), einem Jugendkonzert mit Filmmusik (22. März, 20 Uhr) und Gábor Boldoczkis Trompetenkonzert (31. März, 11 Uhr) sorgt die Aalto-Vielseitigkeitskünstlerin Marie-Helen Joel für einen Abend voller musikalischer Glücksmomente (26. Mär, 19.30 Uhr). Den glanzvollen Schlusspunkt setzt die Sopranistin Maria Agresta am 31. März, 19 Uhr, mit einer großen Opern-Gala: „Viva Verdi!“

>>SPARKASSE IST SPONSOR

  • Die TuP-Festtage laufen vom 22. bis 31. März. Ermöglicht werden sie durch die Sparkasse Essen aus Mitteln der Lotterie „PS-Sparen und Gewinnen“.
  • Tickets für die einzelnen Termine gibt es unter Tel. 8122-200 oder unter www.theater-essen.de.

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