Festival-Premiere

Thees Uhlmann und Wirtz spielen beim „Zeche Carl Open Air“

Thees Uhlmann spielt am Freitag, 23. August, beim „Zeche Carl Open Air“ in Altenessen.

Thees Uhlmann spielt am Freitag, 23. August, beim „Zeche Carl Open Air“ in Altenessen.

Foto: dpa Picture-Alliance / Jazz Archiv/Michi Reimers / picture alliance / Jazzarchiv

Essen.  Beim Festival „Zeche Carl Open Air“ in Essen treten unter anderem Thees Uhlmann und Daniel Wirtz. Die Künstler spielen am 23. und 24. August.

Essen hat ein weiteren Termin im diesjährigen Festivalkalender: das „Zeche Carl Open Air“. Am 23. und 24. August spielen fünf Bands auf dem Außengelände der Zeche Carl in Altenessen – darunter „Thees Uhlmann & Band“ sowie Daniel Wirtz. Es gibt zwei in sich stimmige Musik-Abende mit deutschsprachiger Musik, Pop und auch rockigen Einschlägen, bei denen die Künstler jeweils bewusst so ausgesucht wurden, dass sie zueinander passen.

Thees Uhlmann und „Fortuna Ehrenfeld“ spielen am Freitag

Höhepunkt am Freitag ist sicherlich der Auftritt von Thees Uhlmann und seiner neu formierten Band. Das neue Album des 45-jährigen Musikers trägt den Titel „Junkies und Scientologen“ und erscheint am 20. September, eine dazugehörige Tour steht an. Auf der Zeche Carl spielt er sich schon einmal warm. „Ich habe bereits etliche Konzerte mit Thees Uhlmann und Kettcar im Ruhrgebiet veranstaltet und war deshalb zeitnah über das Erscheinen des neuen Uhlmann-Albums und seine Tourplanungen informiert“, erklärt Marcus Kalbitzer, der Programmverantwortlicher und Veranstaltungsleiter beim Festival ist.

Poetische Zeilen und kraftvolle Gitarrenklänge zeichnen Uhlmanns bisherige Lieder aus. Oft haben seine Lieder eine mitschwingende Melancholie, etwa wenn er „Das Mädchen von Kasse 2“ besingt, das jeden Tag Bus fährt, müde aussieht und auf den Nägeln Bilder von fernen Inseln trägt. Und wer in diesen Tagen in die erste Single des neuen Albums, „Fünf Jahre nicht gesungen“, reinhört, wird als Uhlmann-Fan nicht enttäuscht.

Uhlmann ist Gründungsmitglied der Band Tomte, mit der er bereits bei Rock am Ring aufgetreten ist, und Autor des Romans „Sophia, der Tod und ich“. Gemeinsam mit den Kettcar-Musikern Marcus Wiebusch und Reimer Bustorff gründete er vor Jahren das Independent-Label „Grand Hotel van Cleef“ mit Sitz in St. Pauli.

Bei diesem Label sind auch „Fortuna Ehrenfeld“ unter Vertrag. Hinter dem Bandprojekt, das auf der Bühne als Trio auftritt, steckt der Komponist und Texter Martin Bechler, der ambitionierte Indie-Popmusik macht. Das Trio spielt am Freitag ab circa 19.30 Uhr.

Daniel Wirtz, „Deine Cousine“ und „Abay“ stehen am Samstag auf der Bühne

Gefühlvolle Texte und rockigere Klänge: Am Samstagabend ist Sänger Daniel Wirtz an der Wilhelm-Nieswandt-Allee zu Gast. Der Musiker, Künstlername kurz und knackig „Wirtz“, ist seit seiner Teilnahme an der Fernsehsendung „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ im Sommer 2015 einem breiteren Publikum bekannt. Während Vox die Staffel ausstrahlte, landeten in einer Woche alle vier Wirtz-Alben in den Charts. Wirtz’ Musik wird oft als tiefgründiger Alternativ-Rock bezeichnet. „Ich dachte, Wirtz hat bestimmt eine große Fanbase im Ruhrgebiet“, sagt Kalbitzer.

Bevor Wirtz am Samstag die Bühne betritt, spielen die Deutschrocker von „Deine Cousine“. Hinter dem Namen stecken Ina Bredehorn und ihre Band. 2014 gewann Bredehorn Udo Lindenbergs „Panikpreis“ und stand mit seiner Liveband auf der Bühne.

Außerdem treten am Samstag „Abay“ auf. Zu der Indierock-Band gehört unter anderem der ehemalige Blackmail-Sänger Aydo Abay und Jonas Pfetzing, Gitarrist und Songschreiber von Juli.

Die Idee zum Festival sei bereits letztes Jahr anlässlich des 40-jährigen Bestehens des soziokulturellen Zentrums Zeche Carl entstanden – damals gründete sich der Verein, der die vom Abriss bedrohte Zeche zu einen Ort für Jugend und Kultur machen wollte. „Wir hatten schon lange die Idee, dieses tolle Außengelände mit einem Festival zu bespielen“, sagt Kalbitzer. „Wir halten das Open Air in diesem Jahr erst einmal kleiner und sammeln unsere Erfahrungen. Und dann schauen wir, ob wir es mit den Jahren noch ausweiten können.“

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