Kinopremiere

Terence Hill in Essen: Ein Himmelhund auf dem Roten Teppich

Bitte recht freundlich: Terence Hill nahm sich bei seinem Besuch in der Essener Lichtburg viel Zeit für seine Fans.

Bitte recht freundlich: Terence Hill nahm sich bei seinem Besuch in der Essener Lichtburg viel Zeit für seine Fans.

Foto: Kerstin Kokoska

Essen.   Filmpremiere mit Terence Hill in der Lichtburg. Hunderte von Fans wollen von ihrem Kino-Idol ein Autogramm auf Plakaten, Fotos, Bratpfannen.

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Wo das Tablett aus nichtrostendem Krupp-Stahl geblieben ist, das Terence Hill 1973 bei seinem letzten Besuch in Essen bekommen hat, daran kann sich der 79-jährige Filmstar heute nicht mehr erinnern. Die Lichtburg allerdings ist ihm in guter Erinnerung geblieben. Und deshalb macht das Kinoidol gestern Abend auf seiner Deutschlandtour auch in Essen Station, wo so viele Fans den Himmelhund von früher bejubeln, dass Terence Hill ganz überwältigt ist: „Ich hätte nie gedacht, dass so much of you will be here just for me.“

Das mit dem Deutschsprechen klappt nicht mehr ganz reibungslos, auch wenn er seine Kindheit zum Teil im Städtchen Lommatzsch nahe Dresden verbracht hat. Aber die Geschichte, wie er seinen Filmpartner Bud Spencer vor vielen Jahren in der Wüste von Almeria kennengelernt hat, wo auch sein neuer Film „Mein Name ist Somebody“ spielt, die erzählt er auf der großen Lichtburg-Bühne dann doch noch auf Deutsch. Sie handelt von einer Katze, einem Hund und einer „sehr schönen Schlägerei“, mit der eine legendäre Film-Partnerschaft und eine lebenslange Freundschaft begann. Deshalb hat Hill den neuen Film auch seinem 2016 verstorbenen Kinokumpel gewidmet, der an diesem Abend noch einmal groß auf der Leinwand präsent ist, in der historischen Wochenschau von 1973, die die damalige Essener Premiere mit großen Bildern und kessen Kommentaren begleitet: „Aus zwei kleinen Italienern wurden große Stars.“

„Mario“, seinen Geburtsnamen, rufen denn auch viele, während der in Venedig geborene Schauspieler mit entspanntem Lächeln hunderte von Autogrammen schreibt – auf Plakate, Platten, Videokassetten, Fotos und natürlich auch auf Bratpfannen, die in den humorigen Haudrauf-Filmen von einst ja immer mal wieder auftauchen.

Auch die Baseballkappe von Jeffrey Bohsig trägt jetzt den Schriftzug „Hill“ und „wandert sofort in die Vitrine, jubelt der Borbecker Hill-Fan. „Ich hab schon als kleiner Junge alle Filme mit meinem Vater geguckt.“

Neben ihm freut sich Marc Horn über die Selfies mit Herrn Hill. „Ich habe alles bekommen, was ich mir erträumt habe.“ Der Bochumer hat schon morgens um sieben vor der Lichtburg Aufstellung genommen, um den „Held meiner Jugend“ nicht zu verpassen. Der steigt, wie es sich für einen echten Kino-Haudegen gehört, am Abend in Cargo-Hosen und Cowboystiefeln aus der Limousine und streckt erst mal die Fäuste. Nur die markanten stahlblauen Augen hat er hinter einer Sonnenbrille versteckt, die er nur hin und wieder für die Fernsehkameras abnimmt.

Alle wollen an diesem Abend ein Bild von Terence Hill. Auch Kemal Semtürk, der für den Auftritt seines Idols sogar Urlaub genommen hat und aus Wegberg angereist ist. Weil die Lichtburg-Vorstellung in Anwesenheit von Hill ratzfatz ausverkauft war, musste der Fan am Ende sogar auf Ebay 80 Euro für die Vorstellung berappen. Mit dem erhofften Selfie aber klappt es am Ende doch nicht. Aber vielleicht, hofft nicht nur er, kommt diese Kinolegende ja doch noch mal wieder nach Deutschland.

Zwei Fäuste kehren zurück ins Kino

In dem Film „Mein Name ist Somebody. Zwei Fäuste kehren zurück“ spielt Terence Hill nicht nur die Hauptrolle, er hat auch das Buch geschrieben und die Regie geführt.


Hill spielt den modernen Aussteiger Thomas, der mit seiner Harley in die Wüste braust, um Einsamkeit zu finden. Dort trifft er allerdings auf die junge Lucia. Mit der Ruhe ist es alsbald dahin.


Die Lichtburg zeigt den Film noch einmal am Sonntag, 26. August, 20 Uhr

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