Um rund 30 Prozent gestiegen ist die Zahl der so genannten „Zwangsweisen Schulzuführungen“ im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt 133-mal klingelte das Ordnungsamt notorische Schulschwänzer im Essener Stadtgebiet aus dem Haus. Im Jahr 2017 waren es noch 102 Fälle. Doch die Zahl schwankt ständig: Schon im Jahr 2016 lag die Zahl der „Schulzuführungen“, die Schulen beim Ordnungsamt beantragen müssen, bei rund 130.

Eine „Schulzuführung“ ist das letzte Mittel, das eine Schule wählen kann, wenn es darum geht, Schüler mit vielen Fehlstunden wieder zurück in den Unterricht zu bekommen. Davor stehen Mahnungen und Warnungen und Gespräche mit Eltern – die aber längst nicht immer erfolgreich verlaufen. Auch Bußgelder bringen es nicht immer - obwohl die Stadt seit Jahren 50 Euro pro Fehltag berechnet.