Kommentar

Sicherheitsaufwand bei Massenfesten - Gewöhnung wäre fatal

Foto: WAZ

Essen.  In Essen gab es Silvester kaum Zwischenfälle. Dies war erkauft mit hoher Polizeipräsenz, was offenbar zur Dauerlösung wird. Warum ist das nötig?

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Es hat in Essen in der Silvesternacht Zwischenfälle gegeben, aber sie hielten sich im Rahmen. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Dies war wahrscheinlich nur deshalb so, weil Polizei und Bundespolizei die Lust auf Randale durch ihre sehr hohe Präsenz im Keim erstickten. Als sich nach Mitternacht am Hauptbahnhof 550 überwiegend männliche, von der Polizei sonst nicht weiter spezifizierte Personen zusammenfanden, musste sogar rasch Verstärkung angefordert werden.

Bei aller Freude über die Professionalität der Polizei, ist die Frage erlaubt, ob solche Frontstellungen nun zur Normalität in Essen und anderswo werden sollen. Die Polizei rechnet offensichtlich damit. Aber warum ist das eigentlich nötig, und warum sollte man sich daran gewöhnen? Dass Silvester vor einigen Jahren deutlich weniger brisant war, ist ein Fall für die politische Aufarbeitung. Die Probleme etwa mit Migranten stillschweigend bei der Polizei abzuladen, ist ein bisschen billig.

Es geht dabei nicht nur um die Beamten, die lieber bei ihren Familien und Freunden wären. Es geht nicht nur um die Einschränkung von Bewegungsfreiheit, denn die Polizei kann nicht überall sein. Der ganze Sicherheitsaufwand kostet am Ende auch sehr viel Geld. Steuergeld.

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