GESUNDHEIT

Sana Kliniken AG übernehmen Krankenhaus-Einrichter Roeser

Die Roeser Medical Group in Essen-Kray.

Die Roeser Medical Group in Essen-Kray.

Foto: Knut Vahlensieck

Essen.   Unternehmensgruppe aus Kray wurde in Essen gegründet, hat heute 320 Mitarbeiter und macht 172 Millionen Euro Jahresumsatz.

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Die Roeser Unternehmensgruppe hat einen neuen Besitzer. Der Systemanbieter für den medizinischen Fachhandel, der in Essen-Kray sitzt, wurde von der Sana Kliniken AG übernommen. Die Aktiengesellschaft aus der Nähe von München betreibt Krankenhäuser und Seniorenheime.

Die Roeser Unternehmengruppe macht 172 Millionen Euro Jahresumsatz, hat 320 Mitarbeiter (davon 270 in Essen) und gehörte seit 2001 mehreren Beteiligungsgesellschaften, zuletzt zwei Investmentunternehmen aus Luxemburg und Schweden.

Bis 2001 war das 1918 in Essen gegründete Unternehmen in Familienbesitz. Vor 99 Jahren hatten Leonhard Hermann und Josef Roeser eine Prothesenwerkstatt gegründete, die Versehrte aus dem Ersten Weltkrieg versorgte. Seit den 1960er-Jahren hat sich das Unternehmen zu einem Spezialisten für die Belieferung von Krankenhäusern und Kliniken entwickelt.

Das Unternehmen verlagerte mehrfach den Sitz: 1998 nach Mülheim, 2009 nach Bochum und 2015 zurück nach Essen. In Kray finden sich Verwaltung und Logistik. Einen zweiten Standort hat das Unternehmen bei Stuttgart.

Roeser soll als eigenständige Tochter auf Medizinmarkt agieren

Roeser ist, laut Eigenwerbung, „das größte herstellerübergreifende Handels- und Dienstleistungsunternehmen für die Einrichtung und Versorgung von Kliniken und kliniknahen Einrichtungen mit Medizinprodukten und Dienstleistungen“. Deshalb passt die Essener Gruppe gut ins Portfolio der Sana Kliniken, die als drittgrößte private Klinikgruppe Deutschlands 50 Krankenhäuser betreibt. Roeser soll als eigenständige Tochter auf dem Medizinmarkt agieren.

Die Übernahme war Ende Mai eingeleitet worden und wurde inzwischen vom Bundeskartellamt genehmigt. Mit dem Kauf von Roeser verschafft sich erstmals ein privater Klinikanbieter mit einer relevanten Investition Zutritt zum Essener Gesundheitsmarkt. Die Krankenhäuser sind weiter in öffentlicher oder freigemeinnütziger Trägerschaft, wie durch Kirchen oder eine Stiftung.

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