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Red Dot-Ehrung auf Zollverein: Große Gala für die gute Form

Sehen und sehen lassen: Ohne Selfie vor Kesselhaus-Kulisse geht bei der „Designer Night“  auf Zeche Zollverein niemand nach Hause. Fotos:Red Dot Design Museum

Sehen und sehen lassen: Ohne Selfie vor Kesselhaus-Kulisse geht bei der „Designer Night“ auf Zeche Zollverein niemand nach Hause. Fotos:Red Dot Design Museum

Essen.   „Red Dot“-Preisverleihung auf Zollverein: Zwischen Katzenhaus und 3D-Drucker feiert die internationale Gestalter-Elite die Warenwelt von morgen.

Leben, arbeiten, genießen: Der Dreiklang schlägt im Red Dot Design Museum jedes Jahr kiloschwer zu Buche: In dicken, nach Themen geordneten Katalogen wird am Ende aufgeführt, was das Dasein zwischen Büro und guter Stube schöner, aber auch zweckdienlicher macht. 6300 Produkte vom Nagelknipser bis zum 3D-Drucker, vom Babytöpfchen bis zum Beckenbodentrainer wurden dafür in diesem Jahr von Designern und Herstellern aus aller Welt für den „Red Dot Award“ vorgeschlagen. Rund 1800 Einreichungen schafften es am Ende, mit dem begehrten Red Dot (1684 Produkte), einer „Honourable Mention“ (45) oder gar als „Best of the Best (69) in die dicken Bücher zu kommen.

Wer mitmacht, bekommt die Auszeichnung allerdings nicht nur schriftlich beurkundet. Groß gefeiert wird die Vergabe der Trophäen alljährlich mit einer festlichen Gala im Aalto-Theater und der anschließenden Designer-Night im atmosphärischen Ambiente des ehemaligen Kesselhauses auf der Zeche Zollverein. Der Kreis der ausgezeichneten Gestalter wird dabei immer internationaler. Dass man mit Teilnehmern aus 59 Nationen auf einen neuen Rekord zusteuert, spiegelt sich im Sprachengewirr der Gäste wieder, die auch aus Hongkong und Taiwan anreisen, um auf der Essener Welterbezeche die Warenwelt von morgen zu feiern. Vor allem der asiatische Markt ist im Wettbewerb immer präsenter. Und bringt Besonderheiten mit – zum Beispiel den WC-Sitz mit Bidetfunktion, bei dem sich neben Sitztemperatur und Wasserstrahl auch noch eine Massagefunktion einstellen lässt.

Vom Urinal bis zum schnittigen Ferrari

Innovation, Funktionalität, Langlebigkeit, aber auch ökologische Verträglichkeit sind schließlich Kriterien für die 39 ausgewählten Juroren, die die Punkte alljährlich vergeben. Und dass sich zwischen Wasseraufbereitern und einer an der Wand montierten Waschmaschine, die schon an eine kühn geformte Skulptur erinnert, auch die gute alte Kaffeemühle in der Ausstellung wiederfindet, macht deutlich, dass die gestalterische Entwicklung nicht nur im technischen Bereich beobachtet wird. So decken die ausgezeichneten Ausstellungsstücke der Alltagswelt praktisch jeden Bereich des Lebens ab – vom Platz und Wasser sparenden Urinal bis zum schnittigen Ferrari, vom Katzenhaus auf Stelzen bis zum Kit für autonomes Fahren, von der Milchpumpe bis zum Helikopter.

Als Design Team of the Year 2018 konnte Peter Zec, Initiator und CEO des Red Dot Awards, diesmal das Phoenix Design Team als Wegbereiter deutscher Designgeschichte ehren.

Die große Bühne für ausgezeichnete Produkte

Die Sonderschau „Design on Stage – Winners Red Dot Award: Product Design 2018” zeigt bis zum 5. August alle prämierten Produkte im Red Dot Design Museum auf Zeche Zollverein.

Das Designteam des Jahres stellt sich bis zum 19. August in der von Phoenix Design eigens konzipierten Ausstellung „Phoenix – First. Now. Next.“ vor.

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