Juniorwahl

Pennälerinnen mögen Kutschaty mehr als seine Partei

Foto: Knut Vahlensieck

Borbeck.   Ergebnis der Juniorwahl am Mädchengymnasium zeigt: Schülerinnen wählen eher rot/grün. AfD landet nur unter „Sonstige“, FDP geht fast leer aus.

Thomas Kutschaty hat bei den Schülerinnen des Borbecker Mädchengymnasiums ein Stein im Brett. 179 von ihnen (61,5 %) gaben dem Vorsitzenden des heimischen SPD-Stadtverbandes ihre Erststimme, seiner Partei aber deutlich weniger. Wirklich genutzt hat diese Sympathiebekundung dem Landesjustizminister allerdings nicht: Denn die Abstimmung fand im Rahmen der „Juniorwahl“ statt, dem Unterrichtsprojekt vor der Landtagswahl.

Insgesamt 317 Schülerinnen der Jahrgangsstufen 8 bis 11 hatten sich in den Wochen vor dem Urnengang im Unterricht mit der Landtagswahl befasst. Am Freitag führte ihr Sozialwissenschaftslehrer Daniel Fliesen dann die Probeabstimmung durch – professionell ausgestattet von dem ausrichtenden Verein Kumulus e. V., der zur Förderung von Bildung und Erziehung gegründet worden ist.

Gestern wurde ausgezählt. Es hatten sich 291 Wählerinnen oder 91 % (real: 59,4 % im Wahlkreis 65) an der Abstimmung beteiligt. Hier das Zweitstimmen-Ergebnis am Mädchengymnasium (zuerst genannt) und der realen Wahl in Borbeck:
– SPD: 36,70 %, real: 38,6 %
– CDU: 14,80 %, real: 24,3 %
– Grüne: 22,30 %, real: 4,0 %
– FDP: 0,30 %, real: 9,5 %
– Die Linke: 8,0 %, real: 4,7 %
– Die Partei: 2,7 %, real: 0,8 %
– Tierschutz: 3,1 %, real: 0,9 %
– Piraten: 2,7 %, real: 0,9 %
– Sonstige: 9,3 %, real: 3,1 %

Wenig beliebt unter den Schülerinnen ist Guido Reil (AfD): Er bekam nur vier Kreuzchen (1,37 %).

Bei der landesweiten „Juniorwahl“ lagen übrigens SPD und CDU mit etwa 25 und 23 Prozent nahezu gleichauf, die Grünen erreichten 15 Prozent und die AfD 4,9 %.

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