Straßen

Regen stoppt A40-Sanierung - Sperrung jetzt in den Ferien

Eine Tagesbaustelle verursacht am Montag auf der Autobahn A40 bei Essen Holsterhausen einen Stau von mehreren Kilometern. Die Sperrung in diesem Abschnitt kommt nun erst später.

Foto: Gerd Wallhorn

Eine Tagesbaustelle verursacht am Montag auf der Autobahn A40 bei Essen Holsterhausen einen Stau von mehreren Kilometern. Die Sperrung in diesem Abschnitt kommt nun erst später. Foto: Gerd Wallhorn

Mülheim/Essen.   Zwischen Mülheim-Heißen und Essen-Zentrum soll die Bahn nun Ende Oktober gesperrt werden. Der Termin in Gegenrichtung ist ebenfalls verschoben.

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Die Schilder an der Standspur hatten Arbeiter schon vor Tagen aufgerichtet: „5. Oktober bis 9. Oktober A 40 gesperrt bis Essen-Zentrum“ steht an der Autobahn in Mülheim. Mehrmals hintereinander, denn man ist ja so schnell vorbei.

Doch statt heute tatsächlich die Autobahn aufzureißen, müssen die Männer nur das Datum auf den Schildern überkleben: Die Autobahn bleibt zunächst frei, die Baustelle ist aufgeschoben – und das Wetter ist Schuld.

„Wir bekämen schlechte Qualität“

Denn Freitag und Samstag soll ein sehr nasses Sturmtief durchs Ruhrgebiet ziehen. „Dann entsteht kein Haftverbund zwischen neuer und alter Schicht, wir bekämen schlechte Qualität“, sagt Projektleiter Frank Theißing.

Nun sind die Asphaltarbeiten zwischen Mülheim-Heißen und Essen-Zentrum in Richtung Bochum für den 19. bis 23. Oktober geplant, an dem Wochenende beginnen die Herbstferien.

Die Arbeiten auf derselben Strecke in Gegenrichtung Duisburg hat der Landesbetrieb „Straßen NRW“ ebenfalls verschoben, und zwar auf den 2. bis 6. November – wenn die Herbstferien zu Ende gehen.

Risse und Löcher im Flüsterasphalt

Auf den knapp vier Autobahnkilometern liegt Flüsterasphalt in schlechtem Zustand: Risse und Löcher hat er, und beim ersten dicken Schnee könnten Räumfahrzeuge ganze Teerschollen herausbrechen – dann müssten sie die Autobahn sofort und ohne Warnung sperren.

„Dann wäre das Ruhrgebiet lahmgelegt.“ Deshalb der Beschluss zur „Notsanierung“, die sich nun weiter in den Herbst hinein verschiebt.

Kniff und Haken zugleich

Der Asphalt habe sich „sehr lange gehalten, etwa 15 Jahre“, sagt Theißing. Denn Flüsterasphalt gilt eigentlich als kurzlebig, und das trotz seines Zweitnamens ,Opa’ (Offen-Poriger Asphalt). Diese offenen Poren sind der Kniff und der Haken zugleich: Sie schlucken Geräusche, setzen sich aber auch zu mit Dreck und Abrieb.

Die lärmmindernde Wirkung lässt dann schnell nach und die Lebensdauer gleich mit. „Die nächste Generation ist weiter entwickelt“, sagt Theißing. Denn Flüsterasphalt wird es trotz allem an diesem Abschnitt wieder werden. Ende Oktober, falls es nicht regnet.

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