Presse-Haus

Neuer Standort für die Stiftung Presse-Haus NRZ in Essen

Die Baustelle aus der Luft: Bisher ist in dem Gebäude nördlich des Museums Folkwang nur das Kulturwissenschaftliche Institut Essen untergebracht.

Foto: Hans Blossey

Die Baustelle aus der Luft: Bisher ist in dem Gebäude nördlich des Museums Folkwang nur das Kulturwissenschaftliche Institut Essen untergebracht. Foto: Hans Blossey

Essen-Südviertel.  An der Goethestraße im Südviertel wird ein Gebäude um eine neue Etage und einen Anbau erweitert. Millioneninvestition in neuen Standort.

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Die neue Unternehmenszentrale der Funke Mediengruppe mitten in der Innenstadt nimmt Form an. Das Unternehmen, in dem auch WAZ und NRZ erscheinen, wird im kommenden Jahr in einen Neubau am Berliner Platz ziehen. Der bisherige Standort an Sachsen- und Friedrichstraße wird aufgegeben. Das hat auch Auswirkungen auf das Südviertel, denn NRZ-Herausgeber Heinrich Meyer zieht mit der Stiftung Presse-Haus NRZ und der Rheinisch-Westfälische Verlagsgesellschaft nicht an den Berliner Platz, sondern an die Goethestraße neben das Museum Folkwang: Dort wird gerade ein bestehendes Gebäude erweitert.

„Für Redaktionen ist es ein Plus, mitten im Geschehen zu sitzen“, sagt Heinrich Meyer mit Blick auf den City-Standort, an den – neben anderen Abteilungen – die Journalisten der Funke Mediengruppe wechseln werden. „Wir sind aber nicht in dieser Form darauf angewiesen und können auch in einer ruhigeren Ecke gut arbeiten.“

Stiftung fördert unabhängigen Journalismus

Die Stiftung Presse-Haus NRZ, deren Geschäftsführer Heinrich Meyer ist, habe es sich zur Aufgabe gemacht, „eine unabhängige Presse zu erhalten und zu stärken. Unabhängiger Journalismus ist wichtig für eine freiheitliche demokratische Grundordnung. Deshalb investieren wir in die Qualität des Journalismus“, sagt Meyer. Das geschehe zum Beispiel durch die Förderung von Aus- und Fortbildungen für Journalisten.

Bisher war die Stiftung Presse-Haus NRZ an der Sachsenstraße in einem Gebäude untergebracht, das der Verleger und Gründer der Neuen Ruhr Zeitung, Dietrich Oppenberg, bauen ließ. „Er hat es als ,Haus des freien Geistes’ bezeichnet“, sagt Meyer. Von 1968 bis 1975 waren dort die Redaktionen der NRZ untergebracht, bevor sie in ein Verlagshaus nebenan zogen. Das alte Pressehaus muss – wie der gesamte Gebäudekomplex nebenan – Neubauten weichen.

Umzug im ersten Quartal 2018

In den neuen Standort, der der Rheinisch-Westfälischen Verlagsgesellschaft gehört, werden 2,5 bis 3 Millionen Euro investiert. Als Mieter erhalten bleibt im Hauptgebäude das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI), eine weitere Etage wird hier aufgesetzt. An der Goethestraße entsteht außerdem ein neuer Trakt – insgesamt werden die neuen Flächen Raum für 20 Mitarbeiter bieten. „Unsere Planung läuft parallel zum Umzug der Funke Mediengruppe“, sagt Meyer. „Wir wollen Ende des ersten Quartals 2018 umziehen und Ostern drüben sitzen.“

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