Kommentar

Mehr Videoüberwachung für Essener Problemviertel sinnvoll

Ein Kommentar von Frank Stenglein, Redaktionsleiter der WAZ Essen.

Ein Kommentar von Frank Stenglein, Redaktionsleiter der WAZ Essen.

Foto: WAZ

Essen.  Immer wieder gelingt es durch Kamerabilder, Verbrechen aufzuklären. Deshalb sollten Polizei und Stadt Essen diese Technik häufiger nutzen.

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Dass Kameraüberwachung an Kriminalitätsschwerpunkten segensreich sein kann, ist hier nachzulesen. Die brutale Bierflaschen-Attacke auf eine junge Frau im U-Bahnhof am Viehofer Platz wäre ohne die Aufzeichnung des Angriffs womöglich nie aufgeklärt worden. Sobald Täter ein Gesicht haben, hat die Polizei es deutlich leichter sie zu finden. Das Strafmaß des Gerichts war dann zwar allzu milde und folglich wenig abschreckend, aber das ist ein anderes Thema.

Beachtlicher Rückgang der Kriminalität am Rheinischen Platz

Sehr wohl abschreckend kann es jedenfalls sein, wenn Kriminelle Gefahr laufen, von einer Kamera erfasst zu werden. Der Polizeipräsident hat zwar Recht, dass Überwachung idealerweise mit dem Verhüten oder sofortigem Ahnden von Straftaten verbunden ist. Doch stößt dies nun einmal an personelle Grenzen, die kurzfristig nicht zu ändern sind.

Beobachtung allein kann aber bereits positive Effekte haben, der beachtliche Rückgang der Kriminalität am Rheinischen Platz ist dafür zumindest ein Indiz. Wenn Kameras also helfen, sollte man sie nutzen. Mehr als jetzt.

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