Verkaufsoffener Sonntag

Läden in der Essener City dürfen am Sonntag nicht öffnen

Zum Frühlingsmarkt auf dem Willy-Brandt-Platz  sollten am Sonntag auch die Läden öffnen. Nun muss das Fest ohne geöffnete Läden statt

Zum Frühlingsmarkt auf dem Willy-Brandt-Platz sollten am Sonntag auch die Läden öffnen. Nun muss das Fest ohne geöffnete Läden statt

Foto: Socrates Tassos

Essen.   Erfolg für Verdi: Der Verkaufssonntag am 15. April in der Essener Innenstadt ist abgesagt. Der Fall ging bis ans Oberverwaltungsgericht Münster.

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Die Hängepartie um den verkaufsoffenen Sonntag am 15. April in der Innenstadt ist am erst am Freitagabend entschieden worden: Die Läden müssen am Sonntag zum Frühlingsmarkt geschlossen bleiben. Das Oberverwaltungsgericht in Münster schloss sich damit der Entscheidung des Verwaltungsgerichtes Gelsenkirchen an, das bereits zuvor die Ladenöffnung untersagt hatte.

Geklagt hatte die Gewerkschaft Verdi. Sie hatte moniert, dass die 25 Verkaufsstände des Frühlingsmarktes als Anlass nicht ausreichen würden, um dafür die Läden in der gesamten Innenstadt öffnen zu dürfen. Die Stadtverwaltung hatte noch vergebens gegen Stopp des Verkaufssonntages Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster eingelegt. Ihr Argument: In der Innenstadt finden am Sonntag neben dem Frühlingsmarkt auf dem Willy-Brandt-Platz weitere Aktionen an der Marktkirche und auf dem Kennedyplatz statt. Damit habe das Fest für sich genügend Strahlkraft, viele Besucher anzuziehen. Die Gründe für die Entscheidung des OVG waren am Freitagabend nicht bekannt.

Einzelhandelsverband übt deutliche Kritik an Verdi

Der Essener Einzelhandelsverband reagierte „maßlos enttäuscht“ und übte deutliche Kritik an der Gewerkschaft: „Warum musste Verdi auf den letzten Drücker klagen?“, so Hauptgeschäftsführer Marc Heistermann. Verdi wiederum wies die Vorwürfe zurück: Von einer Taktik könne keine Rede sein.

Der bei der Stadt zuständige Ordnungsdezernent Christian Kromberg erklärte zur Entscheidung der Gerichte: „Wir haben eine andere Rechtsauffassung zum räumlichen Bezug, aber wir haben die Entscheidung zu akzeptieren:“ Mit Blick auf den betroffenen Einzelhandel bedauerte Kromberg vor allem die Kurzfristigkeit des Verfahrens. „Viele Händler haben sicher Geld in Werbung investiert, was sich nun nicht auszahlt.“

Die beiden verkaufsoffenen Sonntag am 15. April in Werden und Altenessen finden derweil statt. Dagegen hatte Verdi nicht geklagt.

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