Literatur

Kettwiger Hundekrimi: Beim Gassigehen passieren lauter Morde

Vor der Kulisse des Buchcovers am Mühlengraben: Die in Essen-Kettwig ansässige Brigitte Fischer hat mit „Dogwalker“ ihren ersten Krimi veröffentlicht. 

Vor der Kulisse des Buchcovers am Mühlengraben: Die in Essen-Kettwig ansässige Brigitte Fischer hat mit „Dogwalker“ ihren ersten Krimi veröffentlicht. 

Foto: Ina Carolin Lisiewicz / FFS

Essen-Kettwig.  Im Romanerstling „Dogwalker. Stille Ruhr und lauter Morde“ von Brigitte Fischer ermittelt ein pensionierter Kommissar in Kettwig. Hier die Infos.

Was treibt einen Menschen dreimal am Tag vor die Tür? Sein Hund. Es geht um den Block und durch den Wald. Meist ist man nicht allein, und so ist der Dogwalk eine wichtige Kommunikationsplattform im Dorf. Wenn dann noch eine Leiche im Stadtwald auftaucht, ist der Krimi perfekt. Brigitte Fischer hat ihn geschrieben. „Dogwalker. Stille Ruhr und lauter Morde“ heißt der Titel – und er spielt in Kettwig.

Bekannte Örtlichkeiten, Lokale und Geschäfte in Kettwig

„Würde ich noch mal geboren werden, dann in Kettwig“, sagt Brigitte Fischer mit einem Augenzwinkern. Seit 33 Jahren lebt sie an der Ruhr und fühlt sich hier sehr glücklich. Das habe eine große Rolle dabei gespielt, ihren Roman in Kettwig anzusiedeln, bekannte Örtlichkeiten, Lokale und Geschäfte in die Handlung zu integrieren. Und da sie selbst gerne Krimis liest, sollten ein paar Leichen darin nicht fehlen.

„Geschichten ausgedacht habe ich mir schon als Kind. Die habe ich meiner Schwester erzählt und ab und zu aufgeschrieben. Diese Sachen landeten aber in der Schublade.“ So auch einige Jahrzehnte später der Entwurf von „Dogwalker“.

Gleich mehrere Morde müssen aufgeklärt werden

Im Mittelpunkt stand der weiße Spitz Gino. „Unser Hund, den hatten wir aus dem Tierheim“, berichtet die Kettwigerin. Als er starb, war auch die Lust aufs Schreiben verflogen. „Aber während des Lockdowns habe ich das Manuskript wieder hervorgeholt, komplett umgearbeitet – und einem Buchhändler in Kettwig gegeben.“

Das war Arnd Decker. Dem gefiel die amüsant geschriebene Story um den pensionierten Kriminalkommissar Maurits DeWitt, der gemeinsam mit anderen Hundebesitzern nicht nur einen, sondern gleich mehrere Morde aufklärt. Er reichte das Skript weiter. Der Inhaber des Kettwiger Hummelshain Verlags, Peter Marx, zeigte sich ebenfalls begeistert: „Der Roman spricht gleich mehrere Leserkreise an: Krimifans, Hundehalter, Tierfreunde und Kettwiger sowieso.“

Die Autorin beobachtet Menschen und ihre Eigenarten

Innerhalb weniger Wochen wurde das Buch auf den Weg gebracht. Am 8. Oktober stellt die Autorin es auf Einladung des Förderkreises der Stadtteilbücherei Kettwig bei einer Lesung vor. „Dass es so schnell geht, hätte ich nicht gedacht“, freut sie sich.

Der Kommissar mit dem holländischen Akzent sei wie alle anderen Figuren als Konstrukt in ihrem Kopf entstanden, betont die studierte Medizinerin, die lange als OP-Schwester gearbeitet hat. „Ich beobachte Menschen, merke mir Eigenheiten, markantes Verhalten. Daraus forme ich meine Charaktere.“ Bis auf Gino, den Spitz, sei alles erfunden.

Sie möchte Probleme des Tierhandels aufdecken

Auch der heruntergekommene Zoo in Castrop-Rauxel, die zwielichtigen Spezialitätenrestaurants und eine undurchsichtige Exoten-Tierhandlung in Duisburg sind nicht echt. Dass es ihr ein Anliegen sei, über Probleme der Tierhaltung und des Tierhandels zu informieren, entspreche aber der Wahrheit. „Wenn es mir gelingt, dies über eine unterhaltsame Krimihandlung zu transportieren, habe ich schon viel erreicht“, sagt Brigitte Fischer.

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