Kommunalwahl 2020

Interviews, Analysen, Umfragen - Alles zur Wahl in Essen

Am 13. September steht in Essen unter anderem der Oberbürgermeister zur Wahl. Die OB-Kandidaten und die Parteien für den Stadtrat im Überblick.

Am 13. September steht in Essen unter anderem der Oberbürgermeister zur Wahl. Die OB-Kandidaten und die Parteien für den Stadtrat im Überblick.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Essen.  Spannende Interviews, ein überraschendes Umfrageergebnis, eine kritische Analyse. Alles, was man zur Kommunalwahl 2020 in Essen wissen muss.

Wird Amtsinhaber Thomas Kufen bei der Oberbürgermeisterwahl am 13. September sein Amt behaupten können? Wird der CDU-Politiker in der einstigen SPD-Hochburg sogar im ersten Wahlgang bestätigt, wie es eine Umfrage von Infratest dimap prophezeit? Welche Parteien werden die Geschicke im Stadtrat maßgeblich lenken und beeinflussen? Welche Ziele und Visionen haben die Parteien und Spitzenkandidaten für Essen? Die Redaktionen hat ihnen auf den Zahn gefühlt.

Eine Übersicht zur Kommunalwahl 2020 in Essen:

„Ich bin überrascht, dass jetzt alle „Machen“ propagieren und gar nicht mehr gesprochen werden soll. Das ist nicht mein Politikstil, ich finde reden auch sehr wichtig. Vor allem miteinander. Und weniger übereinander“, sagt Oberbürgermeister Thomas Kufen. Wie die Politik des OB künftig aussehen soll, verrät er im großen Interview.

Da knirscht es gewaltig im SPD-Gebälk. Im Gespräch mit der Redaktion gibt Oberbürgermeisterkandidat Oliver Kern Einblicke über seine Pläne für eine linkere Politik, seinen Hang zu leisen Tönen und seinem Ärger über die Ratsfraktion seiner Partei. Das ganze Interview zum Nachlesen, gibt es hier.

Die Grünen schicken Mehrdad Mostofizadeh ins Rennen um den Oberbürgermeisterposten. Im Interview spricht der 51-Jährige über das Wetter als Wahlhelfer, die Verkehrswende und warum er OB Kufen und der GroKo im Essener Stadtrat nicht traut. Hier geht’s zum text.

Die Linke

Neue Namen, neue Gesichter – die Essener Linke geht auf den vorderen Plätzen ihrer Ratsliste mit einer komplett neuen Mannschaft in die Kommunalwahl. Ganz oben steht Daniel Kerekeš (33), Sprecher des Essener Kreisverbandes, Bewerber für das Amt des Oberbürgermeisters, Spitzenkandidat für den Rat der Stadt und nach eigenen Worten Vertreter des linken Spektrums seiner Partei: „Ich bin Marxist“. Hier geht’s zum Interview.

FDP Essen

FDie Provokation war kalkuliert und kam wie gewünscht an: FDP-OB-Kandidat Karlgeorg Krüger zählte jüngst im sozialen Netzwerk Facebook neben seiner eigenen beruflichen Vita die Qualifikation von vieren seiner Mitbewerber auf - darunter die des Amtsinhabers. Der Eindruck, der entstehen sollte, war offenkundig. Was der Liberale damit bezweckt und was er für Essen plant, lesen Sie hier.

Wieder ein Ex-Genosse: Der OB- und Spitzenkandidat, Harald Parussel, wird arg einsilbig, wenn es um Rassisten und Rechtsextreme in der AfD geht.

Sozial Liberale Bündnis Essen

Corona, immer wieder dieses Corona. Eigentlich sollte die erste Veranstaltung vor Publikum schon Anfang April steigen. Da wollte sich das „Sozial Liberale Bündnis Essen“ (SLB) der Öffentlichkeit vorstellen und weitere Mitstreiter gewinnen.„Sozial Liberales Bündnis Essen“? Der Frintroper Ratsherr Peter Lotz hat es im November vergangenen Jahres gegründet - nach über 30 Jahren Mitgliedschaft in der SPD und einem Intermezzo bei den Freien Demokraten. Bei der Kommunalwahl im September wollen die Sozial-Liberalen stadtweit antreten.

Das Essener Bürgerbündnis

Eines fällt auf: Wo Kufen und die CDU politischen Spielraum lassen, versucht das Bürgerbündnis diesen Raum zu besetzen. Besonders auffällig wird dies beim Thema Verkehr. Während der OB für die Verkehrswende wirbt und sich nicht davor scheut, Autofahrern, die sich auch für kurze Strecken hinters Steuer setzen, verbal in die Karre zu fahren, warnt das Bürgerbündnis davor, das Auto zu verteufeln. „Wir müssen die Lebenswirklichkeit im Ruhrgebiet sehen“, sagt Spitzenkandidat Kai Hemsteeg und denkt an die Pendler, an die Wirtschaft. „Die sattelt nicht um auf Lastenfahrräder.“ Doch das ist nicht alles, was das Essener Bürger Bündnis an Kufen kritisiert. Mehr dazu, steht hier.

Die Tierschutzpartei

Die Tierschutzpartei ist ein Phänomen im Essener Rat. Obwohl sie bei der Kommunalwahl 2014 gar nicht angetreten ist, stellt sie als Fraktionsgemeinschaft mit dem Sozial-Liberalen-Bündnis (SLB) nach SPD, CDU und Grünen mittlerweile die vierte Kraft im Stadtparlament. Worum es der Tierschutzpartei geht, lesen Sie hier.

Wahlkampf: So viel investieren Essens Parteien auf Facebook

Dieser Wahlkampf ist gewiss ein ganz besonderer. Obgleich die Parteien – mit gebotenem Coronaschutz-Abstand natürlich – ihre alten Info-Stehtische aufstellen und Kugelschreiber verteilen können, so schränkt die Pandemie doch die Möglichkeiten des unmittelbaren Werbens um Stimmen spürbar ein. Ein Grund mehr also, sich im Online-Wahlkampf ins Zeug zu legen. Wir haben uns angeschaut, wie viel Geld die großen Essener Parteien und ihre Kandidaten dafür auf Facebook investieren und wie sie dabei vorgehen - dabei fällt eine Partei ganz besonders auf. Welche, das lesen Sie hier.

Auszählungs-Marathon beginnt mit der Wahl für das OB-Amt

Die Auszählung am 13. September wird ein Kraftakt für alle Beteiligten. Zwar lässt man sich mit den Ergebnissen für den Integrationsrat Zeit bis Mittwoch. Alle anderen Ergebnisse werden bis in die Nacht ermittelt: erst für den OB-Posten, dann für den Rat, dann für die Bezirksvertretungen. Bis das Stadtergebnis der Wahl zum Ruhrparlament schließlich weitergereicht wird, dürfte es fast Mitternacht sein. Natürlich halten wir Sie am Wahlabend auch in unserem Portal auf dem Laufenden.

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