Warnstreik

IG Metall ruft zum Warnstreik auf – zwei Demozüge in Essen

Am Donnerstag mobilisiert die IG Metall wieder zum Warnstreik.

Am Donnerstag mobilisiert die IG Metall wieder zum Warnstreik.

Foto: Jens Büttner/dpa

Essen.   Auch in der Essener Metall- und Elektroindustrie kommt es zur Arbeitsniederlegung. Am Donnerstag ruft die IG Metall zum Warnstreik auf.

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Die Warnstreikwelle in der Metall- und Elektroindustrie erreicht in der kommenden Woche auch Essen. Die Gewerkschaft IG Metall hat für Donnerstag, 11. Januar, ihre Mitglieder in den hiesigen Betrieben aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Sie erhöht damit den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen.

„Bis jetzt haben die Arbeitgeber nicht überzeugt“, erklärte Volker Becker-Nühlen, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Essen-Mülheim. Deren Angebot von zwei Prozent mehr Entgelt ab April 2018 für zwölf Monate und eine Einmalzahlung von 200 Euro ignoriere die „hervorragende gesamtwirtschaftliche Lage und vor allem die noch bessere Situation in der Metall- und Elektroindustrie“.

Betriebsratsvorsitzender von Siemens in Mülheim als Redner eingeladen

Am Warnstreiktag kommenden Donnerstag plant die IG Metall zwei Demonstrationszüge. Sie starten jeweils um 9 Uhr im Westendhof vor dem Spicer-Gelenkwellenbau und in der Harkortstraße vor der Kennametal-Widia. Zusammengeführt werden die Demonstrationszüge in der Schederhofstraße und ziehen dann zur Abschlusskundgebung vor der Widia.

Die IG Metall Essen hat als Redner zur Hauptkundgebung Pietro Bazzoli, Betriebsratsvorsitzender von Siemens in Mülheim, eingeladen. Bazzoli ist Mitglied der Verhandlungskommission und nimmt an allen Verhandlungen mit den NRW-Arbeitgebern teil.

Die IG Metall fordert in der laufenden Runde neben sechs Prozent mehr Geld für zwölf Monate einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden.

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