Reingeschmeckt

Hummer und Ratatouille im La Petite Cave de Jeanette

Portrait von Restraurant-Inhaber Peter Schnitzler in seinem Essener Lokal "La Petite Cave" am 06.03.2018. Foto für die Gastro-Kolumne. Foto: ANDRE HIRTZ/ FUNKE Foto Services

Portrait von Restraurant-Inhaber Peter Schnitzler in seinem Essener Lokal "La Petite Cave" am 06.03.2018. Foto für die Gastro-Kolumne. Foto: ANDRE HIRTZ/ FUNKE Foto Services

Foto: ANDRE HIRTZ

Essen.   Im La Petite Cave de Jeanette in Essen kommt Einfaches und Anspruchsvolles auf die Teller. Höhepunkt des Menüs ist der Capucccino vom Hummer.

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Dass ein Koch den Restaurantkritiker mit einer einfachen Ratatouille beseelen kann, weiß man spätestens seit dem gleichnamigen Film. Und tatsächlich steigt schon bei der ersten Gabel des provenzalischen Schmorgerichts bei mir ein Glücksgefühl auf.

Doch vor dem Hauptgericht stehen an jenem Abend im „La Petite Cave de Jeanette“ eine San-Marzano-Tomatenmousse auf Pumpernickel mit der herrlich frischen Fruchtigkeit dieser besonderen Tomate. Noch vor ein paar Jahren stand die Sorte kurz vor dem Aussterben – wie gut, dass das verhindert werden konnte.

Cappucciono vom Hummer schmeckt unverwechselbar

Beim zweiten Gang, einem Cappuccino vom Hummer, gehen der kräftige, unverwechselbare Geschmack und die leicht aufgeschlagene Struktur eine vollkommen harmonische Liaison ein.

Allein damit käme ich einen Abend lang zurecht. Aber dann kommt die Ratatouille, begleitet von einem sehr zarten Kalbsfilet mit kräftiger Sauce und – das Besondere liegt hier im Einfachen – einem Kartoffelpüree mit Pinienkernen. Hier kann man vermutlich nichts besser machen.

Beim Dessert dreht sich alles um die Himbeere

Beim Dessert spielt Jeannette Schnitzler den Facettenreichtum der Himbeere voll aus. Wenn die Himbeere als tarte framboise im Linzer-Look daherkommt, können wir uns gegen die perfekte Mischung aus Süße, Saftigkeit und leichter Säure nicht wehren. Da könnte man auf die anderen Variationen glatt verzichten – auch wenn sie Abwechslung bringen und der hauseigene Himbeer-Balsamico ein Gedicht ist.

Mit 56 Euro liegt dieses Viergang-Menü vielleicht nicht an der preislichen Untergrenze eines Abendessens, hinsichtlich Kreation, Qualität und Service hingegen ist es jedoch schon fast unterkalkuliert.

Tageskarte folgt den Markt-Angeboten

Die Tageskarte im La Petite Cave folgt den Markt-Angeboten und bietet kleine und größere Gerichte von etwa 10 bis 30 Euro (Blattsalate mit Pulpo in Knoblauch für 12 Euro oder Seezunge mit Orangenbutter für 30 Euro). Sehr beliebt ist auch das Lunch-Menü für um die 15 Euro (auch als Einzelkomponenten wählbar).

Die Rollenverteilung folgt dem Erfolgsrezept aus Schnitzlers Landhaus in Byfang: Jeannette zaubert in der Küche, Peter unterhält die Gäste und versorgt sie mit der passenden Weinbegleitung. Die Räumlichkeiten sind dagegen entschieden kleiner. Doch genau diese Heimeligkeit haben die Schnitzlers gesucht.

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