Frühstücken

Frühstücks-Cafés in Essen – Hier starten Sie gut in den Tag

Im Arboretum Trautmann in Schönebeck können die Besucher in den Frühlings- und Sommermonaten am Wochenende draußen frühstücken.

Foto: Sebastian Konopka

Im Arboretum Trautmann in Schönebeck können die Besucher in den Frühlings- und Sommermonaten am Wochenende draußen frühstücken. Foto: Sebastian Konopka

Essen.  So gut kommt man in Essen in den Tag: Wir haben acht Frühstücks-Cafés getestet. Den guten Morgen haben uns die Menschen dort beschert.

Frühstücken sollst du wie ein Kaiser. Diesen Ernährungstipp hatte schon unsere Oma parat. Dennoch gerät die erste Mahlzeit des Tages oft ins Hintertreffen, wird hastig zwischen Tür und Angel heruntergeschlungen oder verkommt auf einem trockenen Graubrot zur freudlosen Angelegenheit.

Wir haben ausprobiert, wie gut es sich in Essen in den Tag starten lässt und dafür acht Frühstücks-Cafés in allen Ecken der Stadt unter die Lupe genommen. Dabei war es unser Anspruch, auch Kleinode abseits der erfolgreichen Systemgastronomen und bekannten Cafés an der Rüttenscheider Straße zu entdecken.

Frühstücks-Cafés in allen Ecken der Stadt besucht

Und wir sind fündig geworden: Im Kaffeeböhnchen in Bochold etwa, wo wir am liebsten bis zur Kaffee- und Kuchenzeit geblieben wären. Oder im Café 1 in Holsterhausen, wo unser Gaumen einen köstlichen Kurztrip in die Türkei unternommen hat. Im Arboretum Trautmann in Schönebeck servierte uns Besitzer und Kunstliebhaber Hermann Trautmann zu Kaffee und Brötchen herzwärmende Geschichten aus seinem Leben. Vom atemberaubenden Panorama seines Gartens ganz zu schweigen.

Überhaupt waren es die Menschen und ihre Umgebung, die jedes Frühstück bereicherten. In der Nordcity fühlten wir uns kurz wie in Kreuzberg. In Werden bot uns das Traditionscafé Werntges den Flair eines Wiener Kaffeehauses.

Das Kaffeestübchen in Heisingen war so gemütlich, dass wir uns nach dem Frühstück am liebsten in eine Wolldecke eingerollt hätten. Und im Café Livres durften wir kurz die Amélie aus der fabelhaften Welt sein – nicht nur, weil während unseres Besuchs der Soundtrack zum gleichnamigen Film lief. Bei den Sweet Coffee Pirates hätten wir am liebsten Stunden ausschließlich mit Kaffeetrinken und Quatschen verbracht – köstlicher lässt sich Koffein kaum konsumieren. Alle Cafés, die wir besucht haben, finden Sie am Ende des Artikels auch auf einer Karte.

Weit über 100 Cafés in ganz Essen

Gut möglich, dass Ihr Lieblingscafé in unserer Auflistung fehlt: Bei weit über 100 Cafés in der gesamten Stadt lässt sich kaum jedes Einzelne abbilden. Das ist auch nicht unser Ziel. Vielmehr wollen wir Mut machen, über den Rand des altbekannten Frühstückstellers hinweg zu sehen und Neues in der gesamten Stadt zu entdecken.

In diesem Sinne: Kommen Sie gut in den Tag!

Hier finden Sie die acht Frühstücks-Cafés, die wir besucht haben:

Das wohl kleinste Café unserer Frühstücksreise liegt mitten in Heisingen: An der Traditionsadresse Bahnhofstraße 1 serviert Martina Schwede in ihrem Heisinger Kaffeestübchen selbst gemachte Kuchen, Torten, Suppen und natürlich auch Frühstück.

Dabei ist das Café in einem kleinen Anbau des original erhaltenen Schieferhäuschens untergebracht, der gerade einmal Platz für 20 Gäste bietet. Das ist total gemütlich und schafft auch ohne viel Dekoration an den Wänden und auf den Tischen Behaglichkeit – und durch das gläserne Dach fällt das Licht auf unseren Frühstückstisch.

Statt viel Platz bietet die Café-Inhaberin jede Menge Herz und Aufmerksamkeit für ihre Gäste: Sie erkundigt sich nach unserem Befinden und ob wir noch etwas brauchen. Nein, das Schlemmerfrühstück, das sie uns serviert, lässt keine Wünsche offen. Mehrere Käse- und Wurstsorten sind auf einem großen Teller angerichtet, außerdem werden Orangensaft, Kaffee und Cappuccino rasch und freundlich serviert. Dazu gibt es eine größere Brötchen- und Brotauswahl im Körbchen – so viel können wir zu zweit nicht ganz bewältigen.

Pro Person kostet das Frühstück im Heisinger Kaffeestübchen acht Euro, der Kaffee wird separat berechnet.

Infos zum Kaffestübchen in Heisingen

  • Das Kaffeestübchen in Heisingen findet sich an der Bahnhofstraße 1.
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 14 Uhr, Sonntag 14 bis 18 Uhr.
  • Was es sonst noch gibt: Hausgemachte Kuchen und Torten, auch zum Mitnehmen.
  • Kontakt: Telefonnummer: 0201 999 79556.

Die Sweet Coffee Pirates am südlichen Ende der Rüttenscheider Straße sind schon lange kein Geheimtipp mehr, aber an diesem Dienstagmorgen haben wir freie Platzwahl in dem kleinen, modern eingerichteten Café. Wir bestellen Kaffee, frisch gepressten Orangensaft und Bagels an der Theke und entscheiden uns für eine kleine Sitzecke.

Die Bagels sind mit frischen Zutaten belegt – wir haben einen mit Avocado und einen mit Serrano-Schinken geordert. Der Salat ist knackfrisch und der Bagel schön kross. Zum Glück gibt’s Messer und Gabel dazu, denn die Bagels sind so großzügig belegt, dass wir sie nicht in den Mund bekommen würden.

Der köstliche Cappuccino rundet unseren Start in den Tag perfekt ab. Die Sweet Coffee Pirates tragen den beliebten Wachmacher nicht ohne Grund im Namen – schließlich haben sie sogar eine eigene Kaffeerösterei direkt nebenan, geben Workshops rund um die schwarze Bohne und verkaufen ihren Kaffee mittlerweile an Restaurants und Hotels.

Für das Frühstück haben wir 21,70 Euro bezahlt und dafür neben Frühstück auch digitale Abstinenz bekommen. WLAN gibt’s bei den Kaffee-Piraten ganz bewusst nicht – die Konzentration soll ganz dem Gegenüber und dem Kaffee gelten.

Infos zu den Sweet Coffee Pirates

  • Die Coffee Pirates liegen an der Rüttenscheider Straße 218.
  • Öffnungszeiten: Di-Sa 9-18 Uhr, So 10-18 Uhr.
  • Was es sonst noch gibt: In der Kaffeerösterei nebenan werden Workshops für Kaffeeliebhaber angeboten. Spezialität des Hauses ist neben dem Kaffee die hausgemachte „Kalte Schnauze“, die es auch zum Mitnehmen gibt.
  • Im Internet zu finden unter: www.coffee-pirates.de.

Ein Traum in Blau und Weiß im Essener Nordwesten: Wir sind schon beim ersten Schritt ins Frühstückscafé Kaffeeböhnchen beeindruckt. Mit viel Liebe zum Detail ist das kleine Café in Bochold gestaltet. Überall entdecken wir Porzellan, auf den Tischen stehen kleine Zuckerdosen, die Wände sind mit unzähligen Kaffeekannen dekoriert – farblich ist alles passend in Blau und Weiß abgestimmt. Ein Kleinod, das wir so nicht erwartet haben.

An diesem Freitagmorgen ist das kleine Café rappelvoll. Auch damit haben wir nicht gerechnet. Wir erhalten trotzdem einen Platz – und den Hinweis der freundlichen Bedienung, beim nächsten Mal zu reservieren. Das werden wir auf jeden Fall, denn im Kaffeeböhnchen werden wir zu Wiederholungstätern. Warum? Weil die Gastgeberinnen herzlich sind und ihre Besucher umsorgen – und wissen, wann ihre Stammgäste Geburtstag haben.

Wir entscheiden uns für das Wunsch-Frühstück und können aus verschiedenen Komponenten wählen: Auf einer Liste können wir ankreuzen, wonach uns ist. Wir nehmen Obst, Tomatenomelett, Orangensaft, Käse, Mehrkornbrötchen, eine Portion Erdbeeren und, und, und... Vom Omelett wären locker zwei Personen satt geworden, auch die restlichen Portionen sind üppig bemessen.

Ein bisschen fühlt es sich wie Frühstück bei Mama an: das ist der heimeligen Einrichtung ebenso zu verdanken wie dem aufmerksamen Team um Ramona Schmenk. Die Mitarbeiter machen die erste Mahlzeit des Tages zu einer Streicheleinheit für Magen und Seele.

Am Ende zahlen wir 19,75 Euro, sind pappsatt – und was mindestens genauso wichtig ist: Wir haben uns sehr wohlgefühlt. Unser Frühstücksbesuch im Kaffeeböhnchen hat uns wirklich überrascht.

Infos zum Kaffeeböhnchen:

  • Das Kaffeeböhnchen liegt an der Bocholder Straße 53 in Bochold.
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 8.30 bis 15 Uhr, Samstag 9 bis 15 Uhr, Sonn- und Feiertag 9 bis 17 Uhr.
  • Was es sonst noch gibt: Neben klassischem Frühstück gibt’s viele deftige und süße Alternativen – vom Pfannkuchen über den Strammen Max und Schnittchen bis hin zum Leberkäse.
  • Weitere Informationen: www.kaffeeboehnchen.de.

Frühstücken in der Nordcity: Das Café Konsumreform im Generationen-Kult-Haus kommt mit einem Hauch Kreuzberger Chic daher. Die Möbel sind bunt zusammengewürfelt, direkt nebenan gibt’s einen hauseigenen Trödelmarkt. Zu entdecken gibt es nicht nur drinnen eine Menge: Wer einen Logen-Platz am Fenster ergattert, der hat die beste Aussicht auf die Viehofer Straße, auf der ab 9 Uhr das Leben erwacht.

Wir bestellen Kaffee und Frühstück an der Theke – und holen dies später dort ab. Dafür gibt es einen elektronischen Summer, den wir mit zum Tisch nehmen und der uns informiert, sobald unsere Bestellung fertig ist. Das mag praktisch sein, hat aber leider nicht so viel Charme wie das freundliche Personal.

Die Gäste können die einzelnen Frühstückskomponenten – Belag, Ei, Brötchen und vieles mehr – selbst kombinieren. Es gibt aber auch fertig zusammengestellte Frühstücksangebote. Wir nehmen unter anderem das vegetarische Frühstück: Blattsalat mit Gurke, Tomate und Möhren, verschiedene Aufstriche in kleinen Holzschiffchen und eine Schüssel mit Obst sind hübsch auf einer Holzplatte angerichtet – alles ist frisch und sehr lecker.

Wer glaubte, dass zum Sattwerden die Wurst aufs Brot gehört, den belehren hausgemachter Hummus und Avocadocreme eines Besseren. Den anderen Teller gestalten wir selbst: Rührei mit Schinken, ein (noch lauwarmes) Vollkornbrötchen und dazu würzigen Käse, der wie ein König mit Trauben und Erdbeeren ausstaffiert wird. Für den Zierrat ist nach der üppigen Portion nur leider kein Platz mehr im Bauch.

Für das vegetarische Frühstück zahlen wir 6,90 Euro, die eigene Kombination schlägt mit 9 Euro zu Buche. Fazit: Wir haben uns satt geguckt und gegessen.

Infos zum Café Konsumreform:

  • Das Café Konsumreform liegt in der nördlichen Innenstadt an der Viehofer Straße 31.
  • Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10 bis 19 Uhr.
  • Was es sonst noch gibt: einen Trödelmarkt, regelmäßig Konzerte und Lesungen. Das Café bietet neben Frühstück selbstgemachte Kuchen sowie wöchentlich wechselnde Suppen und Salate.
  • Mehr Infos im Internet auf: www.konsumreform.de.

Ein Bücherregal aus zahlreichen alten Holzkisten: Das ist das erste, was uns ins Auge fällt, als wir an diesem sonnigen Morgen das Café Livres an der Moltkestraße betreten. Das Büchercafé mit französischem Flair ist hell und freundlich eingerichtet – und besticht mit viel Liebe zum Detail. So finden wir beispielsweise die Speisekarten in alten Büchern.

Wir entscheiden uns unter anderem für Joghurt mit frischen Früchten und das Rührei „Provence“. Und während wir auf unsere Bestellung warten, fällt uns auf, wie gemischt das Publikum an den Tischen in Vintage-Optik ist. Neben uns haben drei ältere Damen Platz genommen, einige Tische weiter sitzen zwei junge Mütter mit Kindern. Das Café Livres ist ein gemütlicher Verweilort für verschiedene Generationen.

Den Joghurt mit frischem Obst bekommen wir im schicken Glas an den Tisch gebracht. Neben Apfelstücken und Heidelbeeren ziert eine Himbeere die gesunde Frühstücksvariante. Das Rührei hält, was sein Name verspricht: Jede Menge Oliven, Tomaten, Ziegenkäse und Kräuter der Provence machen die vorbeirauschende Straßenbahn vergessen und lassen unseren Gaumen kurz nach Südfrankreich reisen.

Und für den Kaffee kommen wir auch gerne unabhängig vom Frühstück wieder: Den Café au lait hätten wir auch in Paris kaum besser bekommen. Bezahlt haben wir samt drei Kaffee-Spezialitäten und zwei frisch gepressten Orangensäften 24,80 Euro.

Infos zum Café Livres:

  • Das Café Livres liegt an der Moltkestraße 2a im Südviertel.
  • Öffnungszeiten: Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 21 Uhr, Freitag 9 bis 22 Uhr, Samstag, 10 bis 22 Uhr, Sonntag 10 bis 20 Uhr.
  • Was es sonst noch gibt: Quiches und Kuchen. Außerdem werden regelmäßig Lesungen, Poetryslams oder Cafékonzerte geboten. Info: www.cafe-livres.de.

Wenn Essen einen verwunschenen Märchenwald hätte, er läge wohl in Schönebeck. Mit seinem Arboretum hat sich Landschaftsgärtner Hermann Trautmann vor 50 Jahren einen Lebenstraum erfüllt, an dem jeder Besucher teilhaben darf. Auf fünf Hektar wachsen Mammutbäume und Rhododendron, fließt ein wilder Bach und gibt es an allen Ecken Skulpturen unterschiedlichster Künstler zu entdecken.

Weil die Pflege des kleinen Paradieses kostenintensiv ist, rief Trautmann einen Förderverein ins Leben. Und auch mit dem „Picknick im Park“ wird der weitläufige Garten unterstützt: Die Familie Trautmann bietet nach vorheriger Reservierung jedes Wochenende im Frühjahr und Sommer Frühstückskörbe an. Die sind mit jeder Menge Leckereien gefüllt, die keine Frühstückswünsche offen lassen: Orangensaft, Sekt und Lachs, Eier, frisch gebrühter Kaffee, dazu verschiedene Wurst- und Käsespezialitäten.

Mit dem Korb unterm Arm können sich die Besucher dann eines der zehn lauschigen Plätzchen auf dem weitläufigen Gelände aussuchen – zum Beispiel unter einem wunderschönen Magnolienbaum, der im Frühjahr mit abertausenden zartrosa Blüten bedeckt ist.

Als wir das Arboretum besuchen, ist es leider etwas zu kühl für einen Tisch unter freiem Himmel: Stattdessen genießen wir die Aussicht ins Grüne vom Wintergarten aus. Nach einer Weile seligen Schlemmens gesellt sich Hermann Trautmann zu uns und erzählt aus seinem Leben. Von seiner Liebe für die Kunst und zum Grünn und der Entstehungsgeschichte des Arboretums. Ein märchenhafter Vormittag, keine Frage.

Infos zum Arboretum Trautmann:

  • Das Arboretum Trautmann liegt an der Aktienstraße 177 in Schönebeck.
  • Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag ab 9 Uhr, nur nach Reservierung unter der Telefonnummer 0201 240 535 21. Preise auf Anfrage, die Erlöse gehen an den Park.
  • Was es sonst noch gibt: Unregelmäßig gibt’s Konzerte und Spaziergänge. Der Park kann gegen eine Spende auch ohne Frühstück besucht werden.

Auf den ersten Blick ist das „Café 1“ trotz exponierten Namens recht unspektakulär: Fast am Ende der Gemarkenstraße gelegen, kann man es trotz durchgängiger Fensterfront leicht verfehlen. Was jammerschade wäre: Schließlich erwarten uns in dem schmucklosen Café wahre Schätze am üppigen Frühstücksbuffet, das hier täglich aufgebaut wird.

Senay Mumcu und ihr Team produzieren sehr gut gelaunt und pausenlos Nachschub in der kleinen, einsehbaren Küche: Blätter- und Brandteigspeisen wie Sigara Börek, feine Müczver (Gemüsereibekuchen), scharf gewürztes Rührei mit jeder Menge Gemüse, dazu eine riesige Auswahl an Aufstrich-Variationen: Frischkäse mit Möhren, Gurken und Dill, erfrischende Joghurtcreme mit Minze, Auberginenpaste und pikante Acili Ezme, wie das rote Gewürzmus heißt, das einem sonst eher im Döner und nicht beim Frühstück begegnet.

Wem das am Morgen zu herzhaft ist, der findet im Café 1 ein wahres Marmeladen-Paradies. Abgesehen von wenigen Ausnahmen sind die süßen Aufstriche hausgemacht und werden zu unserer großen Freude auch zum Mitnehmen verkauft. Feigen, Kiwi, Datteln, Erdbeeren, Kirschen und Sesampaste vereinen sich auf den dazu gereichten Sesamkringeln zum süßen Süchtigmacher – wir können einfach nicht genug bekommen.

Am Ende müssen wir kapitulieren: Alles zu probieren, ist schlichtweg unmöglich. Umso besser, dann haben wir noch einen Grund mehr, den kulinarischen Ausflug zum Bosporus zu wiederholen. Der Preis dafür ist mehr als fair kalkuliert: Pro Person kostet das Buffet an Werktagen 7,50 Euro, Filterkaffee und Tee, Orangen- und Apfelsaft inklusive.

Infos zum Café 1:

  • Das Café 1 liegt an der Rubensstraße 22 in Holsterhausen.
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr, Samstag 8 bis 14 Uhr, Sonntag 9 bis 22 Uhr.
  • Was es sonst noch gibt: Sonntags wird von 16 bis 22 Uhr als Spezialität der horizontal gegrillte Fleischspieß „Cag Kebap“ mit Livemusik angeboten, hier sollte man aber vorab reservieren (Telefon: 0201-726 75 740).
  • Weitere Informationen auch auf: www.cafe1-essen.de.

Ein Stückchen Wien in Werden bietet das Café Werntges: Jeder Besucher an diesem Morgen hat es sich mit einer Tageszeitung in den bordeauxroten Lederpolstern bequem gemacht. Kaffeeduft wabert durch die Räume, die Platz für 160 Gäste bieten. Durchs kitschige Buntglasfenster brechen sich die ersten Sonnenstrahlen an diesem Tag. Die Zeit ist hier herrlich stehen geblieben, und wir sind fast versucht zu fragen, ob wir beim nächsten Mal unsere Lieblingsschallplatte mitbringen dürfen.

Entsprechend klassisch ist auch das Frühstücksangebot: Wir ordern das große Käsefrühstück, das mit Brötchen, Croissant, einer Scheibe Vollkornbrot, Butter und Konfitüre, einer Käseauswahl, Ei und Orangensaft nicht überrascht, dafür aber ziemlich satt macht. Der Preis von 6,20 Euro ist fair kalkuliert. Zum Filterkaffee gesellt sich ein hauchzarter Keks, der Lust macht auf die riesige Torten-, Kuchen- und Gebäckauswahl, die unter der messingumrahmten Auslage lockt.

Das zweite Frühstück stellen wir selbst zusammen und ordern zusätzlich zu Rührei, Vollkornbrötchen und Käse noch einen Obstsalat. Alles schmeckt frisch und knackig und ist ausreichend bemessen. Samt Kaffee und Cappuccino summiert sich unsere Rechnung am Ende auf 23,60 Euro.

Wer ein gutes, solides Frühstück sucht, ist bei Werntges richtig. Und wer beim Frühstück noch Platz lässt, der kann noch einen der Café-Klassiker probieren: den „Abraham“ zum Beispiel – eine Gebäckfigur, die gern zum 50. verschenkt wird. Oder natürlich die „Waddische Appeltate“, die nicht nur am Werdener Ludgerustag ein Genuss ist.

Infos zum Café Werntges:

  • Das 1962 gegründete Café Werntges liegt in der Werdener Altstadt an der Grafenstraße 38.
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8.30 bis 18.30 Uhr, Samstag 9.30 bis 18.30 Uhr, Sonntag 10 bis 18.30 Uhr.
  • Was es sonst noch gibt: viele Torten- und Kuchenspezialitäten – etwa die Waddische Appeltate.
  • Weitere Informationen auf: www.traumtorten.de.
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