Am 26. Mai 1980 waren die Haare lang und die Musik psychedelisch. Über 600 junge Leute lauschten den Klängen, die da abwechselnd von zwei Lkw-Bühnen herabflossen. Das Festival „umsonst und draußen“ auf der grünen Wiese war geboren. Sympathisch und ganz bescheiden. Konnte doch niemand ahnen, dass einmal Zehntausende ins Löwental pilgern würden. 2014 führte ein Orkan sogar zum Abbruchdes Konzerts. Auch 2019 sind Gewitter angesagt, doch die Fans lassen sich nicht abhalten und strömen ins Löwental.
Die Ruhrbahn hatte tausend 24-Stunden-Tickets verschenkt, die innerhalb Essens zur kostenlosen An- und Abfahrt verhalfen, auch wurden Sonderzüge der S6 eingesetzt. Diszipliniert durchqueren Jung und Alt die Kontrollen und verteilen sich auf der Wiese. Dort ist man vorbereitet auf den großen Ansturm. An vielen Ecken sind Toiletten aufgestellt, sogar gendergerecht mit Unisex-WCs. Überall Crew-Mitglieder, die sich kümmern. Hinter der Bühne warten Rotes Kreuz, Polizei und Katastrophenschutz auf den Einsatz, der möglichst gar nicht erst kommen soll. Das Sicherheitskonzept greift: Sollte das Limit von 13 200 Besuchern erreicht werden, sorgt eine Einlass-Sperre dafür, dass alles sicher bleibt.


